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Kritik an USA

Der Außenminister der Palästinenser, Riyad al-Maliki, und sein türkischer Amtskollege Mevlüt Cavusoglu haben den USA vorgeworfen, der UN-Vollversammlung in New York im Streit um Jerusalem zu «drohen». Die USA begingen einen «gravierenden Fehler», sagte al-Maliki am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem türkischen Außenminister am Istanbuler Atatürk-Flughafen.

Istanbul (dpa) – Auf der UN-Vollversammlung soll über eine Resolution abgestimmt werden, die die Entscheidung der USA, Jerusalem als Hauptstadt von Israel anzuerkennen, kritisiert. US-Botschafterin Nikki Haley hatte auf Twitter gewarnt, die Länder, die dafür stimmten, würden sich die USA merken.

Cavusoglu sagte: «Keine stolze Nation, kein ehrenhafter Staat beugt sich dieser Art von Druck.» Die USA müssten «von dieser Methode absehen». Er erwarte eine «starke Unterstützung» für die Resolution.

Am Montag hatten die USA eine von Ägypten vorgelegte Resolution im Sicherheitsrat per Veto blockiert. Darin wurde «tiefes Bedauern» über die «jüngsten Entscheidungen im Hinblick auf den Status Jerusalems» ausgedrückt, ohne Trump oder die USA direkt zu erwähnen. Ob die Vollversammlung über exakt dieselbe Resolution oder eine abgeänderte Fassung abstimmen soll, stand zunächst nicht fest.

Die Türkei, die turnusmäßig den Vorsitz der Organisation für Islamische Kooperation (OIC) inne hat, hat die Vollversammlung gemeinsam mit dem Jemen initiiert.

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