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Stop-and-go und Stillstand über Ostern auf den Autobahnen

Sie wollen in den Urlaub, einen Ausflug machen oder Verwandte über die Feiertage besuchen? Egal, wohin Reisende über Ostern auch fahren: Viele Wege werden wohl zunächst im Stau enden.

Für das kommende lange Osterwochenende (7. bis 10. April) geht der Auto Club Europa (ACE) von einer massiven Staugefahr aus. Auch der ADAC sagt in seiner Prognose deutlich mehr Osterreiseverkehr als in den vorangegangenen Corona-Jahren voraus.

So haben alle Bundesländer mit Ausnahme von Hamburg Ferien. Und auch wenn das Vor-Corona-Niveau laut ADAC wohl nicht erreicht werden dürfte: Viele Fahrten beginnen und enden an den Feiertagen im Stau.

Die größte Staugefahr erwarten die Verkehrsclubs am Gründonnerstag (6. April) und am Ostermontag (10. April). Aber auch dazwischen läuft nicht alles reibungslos. Der beste Reisetag für flexible Urlaubsfahrer dürfte der Ostersonntag sein (9. April).

Die Tage im Überblick:

Gründonnerstag (6. April): Bereits am Mittag dürfte sich die Lage rund um die Ballungsräume und auf den Autobahnen zuspitzen. So zählte der Gründonnerstag laut ADAC 2019 zu den fünf staureichsten Tagen des Jahres. Pendler machen sich auf den Weg nach Hause und zahlreiche Reisende sieht der ADAC auf dem Weg zu Familien und Freunden. Mit Verzögerungen muss zudem an Baustellen gerechnet werden. Eine Abnahme der Staugefahr erwartet der ACE erst am Abend.

Karfreitag (7. April): Insgesamt gibt es viel Reiseverkehr auf den Autobahnen. So füllen sich laut ACE speziell die Nord-Süd-Verbindungen A1, A5, A7, A9, A61, A81 und A95 in Richtung Alpen. Auch auf den West-Ost-Strecken wird es voll (A2, A3, A4, A6 und A8). Zudem dürften sich die Routen zu den Küsten von Nord- und Ostsee stark füllen. Eine Entspannung wird erst am Nachmittag erwartet.

Samstag (8. April): Vor allem in Richtung Alpen und zu den Küsten von Nord- und Ostsee brauchen Reisende mehr Geduld – besonders zu den Hauptreisezeiten von 10.00 bis 16.00 Uhr.

Ostersonntag (9. April): Für den Sonntag gehen ADAC und ACE vom – im Verhältnis zu den anderen Tagen – geringsten Reiseverkehr aus. Allerdings dürften sich bei schönem Wetter die Nebenstrecken zu den Ausflugszielen füllen. Dennoch gilt der Tag als bester Reisetag für alle, die flexibel bei der An- oder Abreise sind.

Ostermontag (10. April): Auch am Ende des Osterwochenendes dürften Autofahrer aufgrund des Rückreiseverkehrs oftmals gute Nerven brauchen. Zudem enden die Ferien in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Bereits ab frühen Mittag füllen sich besonders die Strecken in nördlicher und westlicher Richtung. Auch die Wege zurück von den Küsten sind stark befahren. Am Nachmittag ist die Staugefahr noch mal besonders hoch.

Zusammengefasst: ACE und ADAC halten über die Ostertage Verzögerungen in den Großräumen Berlin, Hamburg, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Stuttgart, München, auf den Fernstraßen zur und von Nord- und Ostsee sowie auf folgenden Routen (oft in beiden Richtungen) für möglich:

A 1Lübeck – Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln
A 1/A 3/A 4Kölner Ring
A 2Berlin – Dortmund
A 3Oberhausen – Köln – Frankfurt/Main – Würzburg – Nürnberg – Passau
A 4Dresden – Erfurt – Kirchheimer Dreieck
A 5Frankfurt/Main – Karlsruhe – Basel
A 6Kaiserslautern – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
A 7Füssen – Ulm – Würzburg – Hannover – Hamburg – Flensburg
A 8Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A 9Berlin – Nürnberg – München
A 10Berliner Ring
A 61Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
A 81Heilbronn – Stuttgart – Singen
A 93Dreieck Inntal – Kiefersfelden
A 95/B 2München – Garmisch-Partenkirchen
A 99Umfahrung München

Auch für Fahrten auf den klassischen Transit-Reiserouten in Österreich und in der Schweiz planen Reisende besser mehr Zeit ein. Die Hauptreisezeiten sind mit denen in Deutschland vergleichbar. Auch hier dürfte der Sonntag der im Verhältnis ruhigste Reisetag sein.

Mit Verzögerungen ist demnach vor allem auf der West-, Tauern- und Brennerautobahn in Österreich und auf der Gotthard-Route in der Schweiz zu rechnen. Verzögerungen sind auch bei der Rückreise an den Grenzen von Österreich nach Deutschland wahrscheinlich. Von mehr als 30 Minuten Anstehen geht der ADAC aber nicht aus.

Wie lange man etwa an den Übergängen Walserberg (Salzburg – Bad Reichenhall), Kiefersfelden (Kufstein Süd – Kiefersfelden) und Suben (Ort i. Innkreis – Pocking) warten muss, sieht man online bei der österreichischen Infrastrukturgesellschaft Asfinag.

Über die Lage auf den Alpenstraßen informiert der ACE online.

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