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Nabu: Kreuzfahrtbranche kommt beim Klimaschutz nur langsam voran

Seit Mittwoch brennt ein Autofrachter vor der niederländischen Küste. Die Hoffnung ist, dass das Schiff nicht kentert. Inzwischen ist mehr bekannt über die letzten Stunden der Crew an Bord.

Die Kreuzfahrtbranche kommt einer Untersuchung der Umweltorganisation Nabu beim Klimaschutz nur schleppend voran. «Es wirkt aus der Zeit gefallen, dass die Mehrzahl der großen Schiffe weiterhin mit dem besonders giftigen, aber billigen Schweröl unterwegs ist», sagte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller am Mittwoch zur Vorstellung des 11. Nabu-Kreuzfahrtrankings 2023 in Hamburg. Der Nabu-Schifffahrtsexperte Sönke Diesener betonte aber auch: «Es ist sehr zu begrüßen, dass die ersten endlich einen Weg Richtung Klimaneutralität gefunden haben.» Allerdings müsse das Tempo deutlich anziehen.

Obwohl die Emissionen drastisch gesenkt werden müssten, stiegen sie weiter an. «Besonders besorgniserregend ist der starke Anstieg der Methanemissionen durch die LNG-Nutzung», erklärte Diesener. Diese seien über 80 Mal klimaschädlicher als CO2. «Wer hier von einer Brückentechnologie spricht, der verschließt die Augen vor den vielfältigen Problemen von LNG, vor naturschädlichem Fracking und dem Klima-Killer Methan.»

Die Umweltorganisation hat nach eigenen Angaben 13 Anbieter von Kreuzfahrtreisen befragt, die für deutsche Kunden relevant sind. Das Ranking beruhe auf den Angaben der Reedereien, sagte Diesener. Bei den Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen liegen demnach die norwegischen Reedereien Havila und Hurtigruten gemeinsam auf Platz eins. Die deutschen Reedereien Aida Cruises, TUI Cruises und Hapag-Lloyd Cruises belegen nach dem Prinzip der Nabu-Wertung die Plätze zwei, drei und fünf.

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