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Italiens neue Regierung

Italiens neuer Ministerpräsident hat die Zusammenstellung seiner Regierungsmannschaft präsentiert.

Rom (dpa) – In den meisten Ministerien ändert sich zum Kabinett von Matteo Renzi nichts. Sechs Schlüsselfiguren:

Italiens alte und künftige Verteidigungsministerin Roberta Pinotti am 12. Dezember 2016.

PIER CARLO PADOAN: Der 66-jährige Ökonom bleibt auf seinem Posten als Finanzminister. Der Experte gilt in der Finanz- und Bankenkrise sowie im Dialog mit der EU-Kommission als unentbehrlich. Padoan arbeitete in der Vergangenheit unter anderem für den Internationalen Währungsfonds.

ANGELINO ALFANO: Der 46-Jährige wechselt vom Innen- ins Außenministerium. Er ist Vorsitzender der 2013 gegründeten Mitte-Rechts-Partei Nuovo Centrodestra (NCD). Eine seiner Aufgaben wird sein, die Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag der EU in Rom im März und den G7-Gipfel unter italienischer Präsidentschaft Ende Mai vorzubereiten.

MARCO MINNITI erbt das Innenministerium von Alfano. Für den 60-jährigen Sozialdemokraten hält vor allem die Flüchtlingskrise Herausforderungen bereit. In diesem Jahr sind bereits mehr als 173 000 Menschen an Italiens Küsten angekommen.

ANNA FINOCCHIARO
ist erfahrenes Mitglied der sozialdemokratischen Regierungspartei PD und neue Ministerin für parlamentarische Angelegenheiten. Die 60-Jährige wird in den kommenden Monaten damit beschäftigt sein, das Wahlrecht für Abgeordnetenhaus und Senat anzugleichen – eine Voraussetzung für Neuwahlen.

ROBERTA PINOTTI
bleibt Ministerin der Verteidigung. Für Italien sind derzeit 6750 Soldaten in internationalen Missionen im Einsatz, von ihnen sind 1400 im Irak, 1100 im Libanon und 950 in Afghanistan stationiert. 850 von ihnen überwachen das Mittelmeer und sind an Rettungseinsätzen beteiligt.

MARIA ELENA BOSCHI war in Renzis Kabinett als Reformministerin mit der Verfassungsänderung befasst, die im Referendum am 4. Dezember vom Volk abgelehnt wurde. Die 35-Jährige wird nun Staatssekretärin im Regierungspalast und bekommt damit eine einflussreiche Position an der Seite des Ministerpräsidenten.

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