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Der Nutzen der Google-Dienste

Deutschland nimmt nach Einschätzung von Google-Europachef Matt Brittin in der digitalen Ära bislang nur eine unterdurchschnittlich entwickelte Rolle ein.

«Die Bundesrepublik ist weltweit führend bei den Exporten, weil das Ingenieurswesen und die Stärken in der Produktion sehr stark ausgebildet sind. Das trifft aber nicht auf die digitale Wirtschaft zu», sagte Brittin der Deutschen Presse-Agentur. «Deutschland könnte da viel weiter vorne liegen.» 
 

Google – Der Konzern mit dem bunten Buchstabenlogo ist aus dem Netz nicht wegzudenken.

In Großbritannien trage die Internetwirtschaft zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. «In Deutschland liegt dieser Wert gerade einmal bei vier bis fünf Prozent.» Großbritannien sei bei digitalen Produkten und Diensten ein Netto-Exporteur, führt also mehr aus als ein. «In Deutschland ist das nicht der Fall. Das könnte sich ändern.»
 
Der Google-Manager verwies auf das Engagement des Internet-Konzerns in Deutschland: «Wir haben einen großen Ingenieursstandort in München, den wir gerade ausbauen, damit bis zu 800 Mitarbeiter dort Produkte und Dienste entwickeln können.» Deutschland habe in wichtigen Bereichen wie Sicherheit und Datenschutz Standards gesetzt. Google wolle von diesem Standort-Vorteil profitieren, um seinen Anwendern besonders sichere und datenschutzfreundliche Dienste anbieten zu können.  Viele Unternehmer, darunter Blogger, nutzen Google Analytics, um das Engagement und die Treue ihrer Kunden zu messen.
 
«EM 2016» Suchbegriff des Jahres bei Google in Deutschland
Das Schlagwort «EM 2016» ist bei den Google-Nutzern in Deutschland der Suchbegriff des Jahres gewesen. Die Anfragen zu der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich legten in diesem Jahr am stärksten zu, wie Google am Mittwoch mitteilte. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen die Begriffe «Pokémon Go», «iPhone 7», «Brexit» und «Olympia». 
 
«Die Suchbegriffe des Jahres geben uns eine einmalige Perspektive auf all die Momente, die im vergangenen Jahr die Menschen bewegt haben – in Deutschland und weltweit», erklärte Google-Sprecher Ralf Bremer. Im globalen Ranking schaffte es das Smartphone-Spiel «Pokémon Go» auf den Spitzenplatz vor dem in diesem Jahr erschienenen Apple-Smartphone iPhone 7 und dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump. 
 
Konkrete Zahlen dazu, wie häufig die einzelnen Begriffe aufgerufen wurden oder – was bei dieser Auswertung besonders relevant ist – welchen Anstieg sie verzeichneten, veröffentlicht der US-Konzern nicht.

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