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Denkmal der Restauration

Die katholische Gegenreformation setzte sich nach der siegreichen Schlacht am Weißen Berg (1618) ein Denkmal zwischen Strahov-Kloster und Prager Burg: Das Prager Loreto (1626, Pražská Loreta), eine Kopie des norditalienischen Vorbilds, entwickelte sich unter der Schirmherrschaft von Benigna Katharina von Lobkowicz zu einem barocken Wallfahrtsort, dessen zeitgenössische Berühmtheit sich nur mit der des Gnadenbildes des Prager Jesuleins vergleichen lässt.

Das Prager Loreto mit der Casa Santa.

Der Wallfahrtsort, an dessen Realisierung auch Dientzenhofer beteiligt war, ist als geschlossener Gebäudekomplex um das Heilige Haus im Zentrum konzipiert. „Nach der Schlacht am Weißen Berg sollen einige tschechische Adelige, die mehrheitlich ja hussitisch-protestantisch waren, lieber jüdisch als katholisch geworden sein“, sagt Ivo.

Das Außenministerium im Prager Palais Czernin.

Antennen statt Internet
„Sehen Sie diese Antennen auf dem Gebäude?“, macht Ivo auf den ungewöhnlichen Dachschmuck des Außenministeriums aufmerksam. „Das sind direkte Verbindungen zu den Botschaften weltweit – und viel sicherer als das Internet.“ Seit 1918 befindet sich der diplomatische Dienst des Landes hier im Palais Czernin (?ernínský palác) gegenüber dem Prager Loreto auf dem Loretánské nám?stí. 1669 von Graf Humprecht Johann Czernin von Chudenitz in Auftrag gegeben, drückte Architekt Francesco Caratti ab 1673 aufs Gaspedal, nachdem Kaiser Leopold I. einen Besuch angesagt hatte. Der Graf wurde dadurch freilich finanziell fast in den Ruin getrieben. „Den Namen des ersten Außenministers haben Sie sicher schon gehört“, mutmaßt Deutschlandkenner Janoušek, „aber über Edvard Beneš und seine Dekrete sprechen wir morgen.“

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