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Neuer Chef fürs Kolosseum

Ein italienisches Gericht hat der Schaffung eines eigenständigen archäologischen Parks aus Kolosseum und umliegenden Kaiserforen in Rom zugestimmt. Die Entscheidung des Berufungsgerichts ist ein Erfolg für Kulturminister Dario Franceschini. Anfang Juni hatte ein Verwaltungsgericht zunächst dem Widerspruch der römischen Stadtregierung gegen die Pläne stattgegeben.

Rom (dpa) – Der Direktor des «wichtigsten archäologischen Parks der Welt» werde Anfang 2018 seine Arbeit aufnehmen, sagte Franceschini am Dienstag. Wer den Kolosseum-Park leiten soll, ist noch nicht bekannt. Zu dem 78 Hektar großen Park gehören auch andere römische Wahrzeichen wie das Forum, der Palatin-Hügel und die Ruinen des Goldenen Hauses von Kaiser Nero.

Kulturminister Dario Franceschini und italianische Premier Paolo Gentiloni (L)

Mit Franceschinis Reform soll eine von Italiens meistbesuchten Attraktionen direkt unter das Ministerium gestellt und effektiver geleitet werden. Die Stadt Rom wehrte sich, auch weil der Stadtregierung so Millionen an Eintrittsgeldern abhanden kommen.

Franceschini will zudem Ausländern Zugang zu Führungspositionen bei staatlichen Museen geben – etwa dem Deutschen Eike Schmidt als Chef der Uffizien in Florenz. Doch auch hier sind noch die Gerichte am Zug. Im Streit um ausländische Direktoren an italienischen Museen wird im Oktober eine Entscheidung erwartet.

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