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Militärregierung im Niger öffnet Grenze zu fünf Nachbarstaaten

«Stone Walker» nennen sich 20 Extremsportler im Schottenrock aus Fürstenwalde in Brandenburg. Hans-Dieter Dorow brachte den schottischen Rasensport an die Spree, spielte bei internationalen «Highland Games» mit. Jetzt tritt er letztmalig international an.

Eine Woche nach dem Militärputsch im Niger hat die neue Militärregierung die Landes- und Luftgrenzen zu fünf Nachbarstaaten wieder geöffnet. Wie der Sprecher der Junta in der Nacht zum Mittwoch im nationalen Fernsehen mitteilte, handelt es sich dabei um die Grenzübergänge nach Mali, Burkina Faso, Algerien, Libyen sowie zum Tschad. Zudem ernannte die Junta neue Gouverneure für die acht Regionen des Landes.

Am Mittwoch vergangener Woche hatten Offiziere der Präsidialgarde den demokratisch gewählten Präsidenten Mohamed Bazoum festgesetzt und für entmachtet erklärt. Der Kommandeur der Präsidialgarde, General Abdourahamane Tiani, ernannte sich am Freitag selbst zum neuen Machthaber. Kurz nach Tianis Machtübernahme setzten die Putschisten die Verfassung außer Kraft und lösten alle verfassungsmäßigen Institutionen auf.

Das Auswärtige Amt hatte am Dienstag eine Reisewarnung ausgesprochen und zur Ausreise aus dem westafrikanischen Land geraten. Mehrere europäische Länder begannen in der Nacht zum Mittwoch mit Evakuierungsflügen für ihre Staatsbürger.

Die Grenzen zu den Ecowas-Staaten Benin und Nigeria blieben zunächst jedoch geschlossen. Die westafrikanische Staatengemeinschaft hatte den Putschisten am Sonntag ein Ultimatum gestellt. Sollte der festgesetzte Präsident Bazoum nicht binnen einer Woche wieder eingesetzt werden, werde Ecowas Maßnahmen ergreifen, die auch Gewalt umfassen könnten, hieß es. Am Mittwoch wollten sich die Militärchefs der Gruppe in Nigeria für drei Tage Treffen. Dabei soll über das weitere Vorgehen beraten werden. Die nach früheren Militärputschen bereits suspendierten Ecowas-Mitglieder Burkina Faso und Mali hatten sich an die Seite der Putschisten im Niger gestellt.

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