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Raststätten des Mittelalters

Den lieben langen Tag verbrachten die Fuhrleute auf den staubigen oder matschigen Wegen. Abgekämpft erreichten sie mit ihren Lasttieren abends die Ortschaften entlang der Goldenen Straße.

Im mittelalterlichen Badehaus in Pommelsbrunn erholten sich Händler von weiten Märschen und Überfällen diverser Raubritter.

Im frühen Mittelalter transportierten die Händler ihre Waren auf dem Rücken ihrer Tiere,

sie selbst marschierten nebenher. Mit der Professionalisierung des Handels unter Karl IV. wurden zunehmend Karren eingesetzt, oft von Säumern – Bauern im Nebenerwerb – oder ersten regelrechten „Speditionen“ betreut.

Auf diese Kundschaft hatten sich die Anrainer bald eingestellt: Wirte priesen deftige Mahlzeiten und eine Unterkunft an, die Hufschmiede kümmerten sich um die „Wartung“ der Pferde-, Ochsen- und Eselstärken und die Bader lockten mit einem Zuber warmen Wassers, Massagen und so allerhand, was man heute unter Wellness oder auch ein bisschen mehr verbuchen würde.

Ein typisches Beispiel einer solchen Raststätte ist Pommelsbrunn, dessen Bad seit 1486 dokumentiert ist und zu den ältesten Beispielen einer ländlichen Bäderkultur zählt.

Das Badhaus Pommelsbrunn (Kirchplatz 2, 91224 Pommelsbrunn) ist sonntags von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen, oder nach Vereinbarung unter Telefon +49 (0)9154-1207

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