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Analyse: Fische in Elbe und Mulde mit nur wenigen Schadstoffen

Die Fische aus der Elbe und der Mulde sind einer Analyse zufolge nur gering mit Schadstoffen belastet. Die Untersuchung umfasste 92 Elbfische und 20 aus der Mulde, wie das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Donnerstag bekanntgab. Nur bei neun aus der Elbe stammenden Fischen – vor allem bei großen Hechten, Barben und Bleien – sei der zulässige Höchstwert für Polychlorierte Biphenyle überschritten gewesen. Das sind giftige organische Chlorverbindungen, die Krebs auslösen können. Bei acht Fischen, vorwiegend Rapfen, wurden zu hohe Quecksilberwerte festgestellt.

Die Gehalte aller anderen untersuchten Schadstoffe wie Cadmium, Blei, Hexachlorbenzol und Dioxine hätten deutlich unter den zulässigen Höchstmengen gelegen, teilte die Behörde mit. Bei Mulde-Fischen waren alle Befunde in Ordnung. 87 Prozent der kontrollierten Fische blieben ohne jede Beanstandung. Die Untersuchung erfolgte im Herbst 2021.

«Beim Verzehr geangelter Elbfische sollte berücksichtigt werden, dass die Schadstoffbelastung der Fische mit dem Gewicht zunimmt und fettreiche Fische bestimmte Schadstoffe bevorzugt im Fettgewebe ansammeln», hieß es. Raubfische und Arten, die sich am Boden ernährten, wiesen grundsätzlich höhere Schadstoffgehalte als Fische im Freiwasser auf.

Große Rapfen, Zander, Barben, Bleie, Welse und Döbel sollten daher nur gelegentlich verzehrt werden. Hier lautet die Empfehlung nicht mehr als ein Kilogramm Fisch pro Person und Monat. Bei kleineren und mittleren Fischen sind es zwei Kilogramm. Vom Verzehr der Innereien wird gänzlich abgeraten.

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