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Alkoholunfälle am Vatertag vor allem mit dem Rad

Berlin (dpa/tmn) – Traditionell machen die Männer Christi Himmelfahrt zu ihrem eigenen Feiertag – oft mit reichlich Alkohol. Auto und auch Fahrrad sollten dann aber stehen bleiben. An diesem Tag passieren dreimal so viele Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss wie sonst. Darauf weist die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hin.

2022 ging jeder zweite Alkoholunfall am sogenannten Vatertag auf das Konto von Radfahrenden (50 Prozent), zeigt eine UDV-Auswertung von Polizeidaten aus zwölf Bundesländern. Autofahrende haben demnach an diesem Tag knapp vier von zehn Alkoholunfällen verursacht (38 Prozent). 

Eine mögliche Erklärung: Viele Menschen hätten weniger Hemmungen, alkoholisiert aufs Rad zu steigen, weil sie das für weniger gefährlich hielten, als sich im Auto hinters Steuer zu setzen, erklärt UDV-Leiterin Kirstin Zeidler.  

Unfallrisiko steigt

Doch egal, ob Fahrrad oder Auto: Alkohol erhöht das Unfallrisiko für sich selbst und andere. Schon kleine Alkoholmengen senkten Übersicht und Koordinationsfähigkeit im Straßenverkehr deutlich, so Zeidler. 

Ihr Appell lautet daher: Wer Alkohol trinkt, sollte den öffentlichen Nahverkehr oder Taxen nutzen. Wer Rad oder Auto fährt, sollte nüchtern sein – nicht nur am Vatertag.

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