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Wirtschaft unzufrieden mit Landesmarketing MV

Mecklenburg-Vorpommern wird einer Forsa-Umfrage zufolge bundesweit in erster Linie als Urlaubsort gesehen. Als Arbeitsort ist der Nordosten weniger bekannt. Die Arbeitgeber sehen beim Landesmarketing Versäumnisse.

Die Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern sind mit dem Landesmarketing unzufrieden. «MV wird weiterhin vor allem als Urlaubsland wahrgenommen. Wir sind aber Tourismus- und Wirtschaftsstandort mit Entwicklungsperspektiven», sagte der Vize-Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VU), Sven Müller, der Deutschen Presse-Agentur.

«Seit Jahren fordern wir die jeweiligen Landesregierungen auf, das Landesmarketing neu auszurichten. Investitionswillige Unternehmerinnen und Unternehmer sollen uns nicht nur mit Sonne, Seen und Meer verknüpfen, sondern mit einem herausragenden Angebot an Gewerbeflächen und entsprechender Infrastruktur.»

Müller forderte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) auf, das Projekt «Zukunftsagentur» anzugehen. Das Landesmarketing und die Investorenwerbung durch die Gesellschaft Invest in MV müssten endlich zusammen gedacht werden. «Mecklenburg-Vorpommern soll und muss ein mittelständisch geprägtes Industrieland werden, wollen wir mehr Wertschöpfung generieren», mahnte der Verbandsgeschäftsführer. Dabei dürfe der Tourismus selbstredend nicht vernachlässigt werden.

Einer Forsa-Studie zufolge bescheinigen dem Nordosten aktuell 83 Prozent der gut 2000 bundesweit Befragten Stärken als Urlaubsland. Als einen Ort von Arbeit nehmen ihn demnach nur 22 Prozent wahr. Die Landesregierung lässt die Ergebnisse des Landesmarketings alle vier Jahre überprüfen. Im Jahr 2018 hatten laut Staatskanzlei noch 28 Prozent der Befragten MV mit Arbeit in Verbindung gebracht.

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