Ratgeber

Tiefkühlware: «Schütteltest» ist Schnee von gestern

Berlin (dpa/tmn) – Zur Einhaltung der Kühlkette werden Tiefkühlprodukte direkt vom Hersteller bis zu Lieferung in den Supermarkt im Spezialfahrzeug oder Container bei mindestens -18 Grad transportiert. Wenn Kunden zweifeln, ob die Kühlkette auch wirklich eingehalten wurde, wenden manche gern den sogenannten «Schütteltest» an. 

Doch was soll der beweisen? Wenn sich der Inhalt nicht schütteln lässt, dann wird vermutet, dass das Produkt in der Verpackung angetaut und dann wieder zusammengefroren wurde. Doch das ist falsch, gibt das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) Entwarnung. Der Schütteltest sei ein hartnäckiger, aber ebenso verbreiteter Irrtum. 

Eiskristalle auch bei Temperaturschwankungen im Minusbereich

Eiskristalle bilden sich auch bei Temperaturschwankungen im Minusbereich und sind kein Indiz dafür, dass das Produkt angetaut war oder die Tiefkühlkette unterbrochen wurde. Selbst bei -18 Grad bilden sich schlicht und einfach Eiskristalle, die die Produkte zusammenkleben lassen. Schütteln gibt also keinen Aufschluss über das Einhalten der Kette. Ganz im Gegenteil – der Schütteltest kann die Produkte sogar beschädigen.  

Wer selbst für eine ununterbrochene Tiefkühlkette vom Supermarkt nach Hause sorgen will, sollte seine tiefgekühlten Lebensmittel erst zum Schluss seiner Einkaufstour in den Wagen legen und zum Transport nach Hause am besten Isolier- oder Tiefkühltaschen verwenden, so der Rat.  

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