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Tellerson kritisiert die Gewalt

US-Außenminister Rex Tillerson und sein britischer Kollege Boris Johnson haben ein Ende der Gewalt in Myanmar gefordert. Nach einem Treffen mit weiteren Verbündeten in London am Donnerstag riefen die beiden Politiker Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi auf, die Verfolgung der Rohingya-Minderheit in dem südostasiatischen Land zu verurteilen.

London (dpa) – Myanmar steht wegen des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen die muslimische Minderheit derzeit massiv in der Kritik. Nach UN-Angaben sind mittlerweile etwa 400 000 Rohingya aus Myanmar ins Nachbarland Bangladesch geflohen.

Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya erreichen am 14.09.2017 mit einem Boot die Küste bei Shah Porir Dwip (Bangladesch). Die Zahl der aus Myanmar nach Bangladesch geflüchteten Rohingya ist nach UN-Angaben auf etwa 370 000 gestiegen.

«Die Gewalt muss enden, diese Verfolgung muss enden, das was von vielen als ethnische Säuberung bezeichnet wurde, muss enden», sagte Tillerson. Gleichzeitig äußerte er Verständnis, dass sich Aung San Suu Kyi in einer schwierigen Lage befinde. Johnson sagte, die Regierungschefin müsse ihre moralische Autorität einsetzen, um auf das Leid der Rohingya hinzuweisen.

Hinsichtlich der angekündigten Überprüfung des Atomdeals mit dem Iran sagte Tillerson, noch sei keine abschließende Entscheidung getroffen worden. Es sei klar, dass Teheran deutlich hinter den Erwartungen des Abkommens zurückbleibe. Man müsse dabei die Gesamtheit der Bedrohungen aus dem Iran betrachten, nicht nur die Fähigkeit des Landes, Nuklearwaffen herzustellen. Dazu gehöre die Unterstützung der syrischen Regierung von Baschar al-Assad, feindselige Aktivitäten, unter anderem durch Cyberangriffe in der Region sowie die «aggressive» Entwicklung von Raketen.

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