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Naturschutzbund für Trekkingplätze als Alternative zum Wildcamping

Diese Fensterputzer dürfen keine Höhenangst haben: Mehrmals im Jahr rückt ein Team von furchtlosen Industriekletterern in Hamburg an, um dem berühmtesten Konzerthaus der Stadt neuen Glanz zu schenken. Dabei gibt es eine Sache, die die sportlichen Reiniger gar nicht mögen.

Der hessische Naturschutzbund (Nabu) befürwortet die Einrichtung von festen Übernachtungsplätzen etwa für Urlauber in der freien Natur. Die sogenannten Trekkingplätze seien eine sehr gute Möglichkeit, um der Natur nah zu sein und sie gleichzeitig zu schützen, sagte Nabu-Sprecher Berthold Langenhorst der Deutschen Presse-Agentur. Zudem könne unzulässiges Wildcamping eingedämmt werden, weil so eine legale und umweltfreundlichere Alternative geboten werde.

Dem Naturschützer zufolge dienen Trekkingplätze auch dem Wohl der Wildtiere: «Es gibt Tiere wie beispielsweise Rehe, die immer eine bestimmte Strecke entlangziehen.» Werden sie durch Wildcamper auf ihren Pfaden gestört, müssen sie eine neue Strecke finden, um Nahrung zu finden. «Dadurch wird es für sie in manchen Fällen auch schwieriger, über den nächsten Winter zu kommen oder Nachkommen zu zeugen», erklärte Langenhorst. Demnach können sich die Tiere jedoch an fest eingerichtete Nachtlager gewöhnen und ihre Aktivitäten daran anpassen.

In Hessen gibt es solche einfach ausgestatteten Plätze in den Naturparks Habichtswald, Diemelsee und Kellerwald-Edersee. Laut Forstbehörde könnten in absehbarer Zeit auch einfache Übernachtungsplätze im hessischen Staatswald entstehen.

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