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Linke fordern mehr kostenlose öffentliche Toiletten

Deutschland hat eine Welterbe-Stätte mehr: Erfurt erhält die begehrte Auszeichnung der Unesco dank der Spuren des jüdischen Lebens im Mittelalter. Die jüdische Gemeinde wurde damals bei einem Pogrom ausgelöscht.

Die Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft fordert mehr kostenlose öffentliche Toiletten in der Stadt. «Gerade Bevölkerungsgruppen, die in beengten Lebensverhältnissen leben, bei denen das Budget nicht für Fahrkarten, Eintrittsgelder, Wochenendausflüge, Restaurants oder gar Reisen reicht, sind auf kostenfreie Erholungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten in der Stadt angewiesen», heißt es in einem Antrag, über den die Bürgerschaft nach der Sommerpause beraten soll.

Der Mangel an Toiletten – noch dazu mit kostenlosem Angebot – führe dazu, dass gerade im Sommer die Notdurft in Büschen und den Ecken von Grünanlagen und Plätzen verrichtet werde. «Die Verunreinigung stellt dann in der Folge eine massive Belastung der städtischen Umwelt dar», sagte der umweltpolitischer Sprecher Stephan Jersch am Montag. «Hier wird an der völlig falschen Stelle gespart.»

Der Senat beteuere stets, die Zahl der Toiletten zu erhöhen – «sicht- und riechbar ist aber kaum etwas passiert», kritisierte auch der für Senioren zuständige Sprecher Deniz Celik. «Wir fordern daher als kurzfristige Lösung die Aufstellung mobiler Toiletten an stärker frequentierten Plätzen und Grünanlagen.»

Auf der Internetseite der Stadt sind 137 öffentliche Toiletten aufgelistet – allerdings keine in den größten Grünanlagen Stadtpark und Altonaer Volkspark.

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