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Zuversicht im Deutschland-Tourismus – aber Sorgen um Fachkräfte

Der Deutschland-Tourismus sieht sich in diesem Jahr auf dem Weg zum Rekordniveau der Zeit vor der Corona-Pandemie. «Es ist durchaus möglich, dass wir die Übernachtungszahlen von 2019 erreichen», sagte der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes, Reinhard Meyer der Deutschen Presse-Agentur rund eine Woche vor Beginn der Internationalen Reisemesse ITB in Berlin (7. bis 9. März). Eine genaue Prognose sei wegen des kurzfristigen Buchungsverhaltens der Menschen schwierig, aber Deutschland dürfte auch in diesem Jahr das Lieblingsreiseziel der Mehrzahl der Bundesbürger bleiben.

«Manche Bundesbürger verzichten möglicherweise auch wegen der hohen Inflation oder aus Klimaschutzgründen auf Fernreisen und machen stattdessen Urlaub in Deutschland», sagte Meyer. Zudem ziehe die Nachfrage von Gästen aus dem Ausland wieder an, davon profitiere insbesondere der Städtetourismus. Im vergangenen Jahr unterschritten die Übernachtungszahlen von Gästen aus dem In- und Ausland nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit 450,8 Millionen das Vor-Corona-Niveau noch um rund 9 Prozent.

Sorgen bereitet der Branche der Fachkräftemangel. «In der Gastronomie und bei anderen Dienstleistern könnte es deswegen zu eingeschränkten Öffnungszeiten kommt.» Gastronomen und Einzelhändler in Tourismus-Orten sollten sich abstimmen, damit nicht alle am selben Tag schließen, empfiehlt der DTV-Präsident. Zugleich appellierte Meyer an die Politik. «Ohne Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland wird das Angebotsniveau im Tourismus nicht aufrecht zu erhalten sein.» Entscheidend sei eine geordnete und gezielte Zuwanderung. Ein Flaschenhals sei beispielsweise die Visa-Erteilung deutscher Botschaften in Ländern außerhalb der Europäischen Union.

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