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Zahlreiche Ausfälle bei den Hadag-Fähren im Hamburger Hafen

Zum ersten Mal jährt sich der Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini, der die bislang schwersten Proteste in der Islamischen Republik seit Jahrzehnten auslöste. Die Lage im Land ist angespannt - und der Machtapparat wird mit neuen Sanktionen des Westens belegt.

Bei den Hadag-Fähren im Hamburger Hafen läuft es derzeit nicht rund. Wegen Personalmangels und Krankmeldungen fallen seit Monaten immer wieder Fahrten aus, was vor allem für Pendlerinnen und Pendler, aber auch für viele Touristen ein Ärgernis ist. Hadag-Vorstand Tobias Haack sagte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur, es werde nach kurzfristigen Lösungen gesucht. Gleichzeitig werde das vorhandene Personal so eingesetzt, dass möglichst wenig Passagiere von Ausfällen betroffen seien.

Einem Bericht des NDR zufolge, der zuerst über die Ausfälle berichtet hatte, sind allein am Dienstag auf den beiden Finkenwerder-Linien 62 und 64 zu den Landungsbrücken beziehungsweise Teufelsbrück mehr als 30 Fahrten ausgefallen. Haack sagte der dpa, die Gründe dafür seien kurzfristige Krankmeldungen und eine Betriebsratssitzung gewesen. Er räumte auch ein, dass die Hadag zuletzt mit der Abwerbung von Schiffsführerinnen und Schiffsführern zu kämpfen gehabt habe.

Gleichzeitig wies er darauf hin, dass es bei der Hadag nun einen neuen Tarifvertrag gebe. «Das haben wir uns einiges kosten lassen», sagte Haack. Auch bilde das Unternehmen jedes Jahr sechs Auszubildende aus, um die Personalnot zu lindern.

Kritik über eine unzulängliche Information der wartenden Fahrgäste wollte Haack so nicht hinnehmen. Das Unternehmen informiere via Twitter über jede Verzögerung und alle Ausfälle. Er kündigte aber auch an, dass in diesem und im nächsten Jahr an den Anlegestellen ein modernes Fahrgastinformationssystem installiert werde, auf dem jeder Fahrgast in Echtzeit sehen könne, wann das nächste Schiff komme.

Dem NDR-Bericht zufolge hat die Koalition aus SPD, CDU und FDP im Bezirk Mitte die Hadag und die Verkehrsbehörde schon vor einem Monat aufgefordert, Abhilfe zu schaffen, etwa durch eine neue Buslinie von Finkenwerder über die Köhlbrandbrücke zum Bahnhof Elbbrücken. Der Regionalausschuss Finkenwerder wolle Haack nun zudem zu einem direkten Gespräch bitten.

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