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Vincent van Goghs ewige Suche

Vincent van Gogh ist einer der berühmtesten Maler aller Zeiten. Seine wichtigsten Lebensstationen:

Amsterdam (dpa) – Er wird am 30. März 1853 im Dorf Zundert in der niederländischen Provinz Brabant als Sohn eines Pfarrers geboren. Nach einer wenig erfolgreichen Laufbahn bei einem Kunsthandel in Den Haag, London und Paris arbeitet er als Hilfslehrer und Laien-Prediger in England und später auch in Belgien. Ein Theologiestudium bricht er ab.

Van Goghs “Selbstportrait mit Strohhut”.

Im Alter von 27 Jahren entscheidet er sich, Maler zu werden. Sein Bruder, der Kunsthändler Theo, wird ihn bis zu seinem Tod finanzieren. Zweimal kehrt van Gogh für längere Perioden in sein Elternhaus in Brabant zurück. In Etten-Leur und Nuenen zeichnet und malt er das Leben der Bauern.

Nach Streit mit seinen Eltern zieht van Gogh 1881 nach Den Haag. Dort unterrichtet ihn der damals bekannte Maler Anton Mauve.

1885 verlässt Vincent die Niederlande endgültig und zieht zu seinem Bruder Theo nach Paris. Dort kommt er in Kontakt mit neuen Kunstrichtungen und trifft eine junge Generation Maler, wie Henri de Toulouse-Lautrec und Emile Bernard. Van Goghs Bilder werden heller und farbenfroh.

Auf der Suche nach Ruhe und Sonne zieht er 1888 in die Provence. In Arles plant er eine Gemeinschaft von Künstlern, doch nur Paul Gauguin folgt seiner Einladung. Die Spannungen zwischen beiden Malern sind groß, und Vincent zeigt erste Zeichen von geistiger Verwirrung. Nach einem Streit mit Gauguin soll er sich selbst ein Stück des linken Ohrs abgeschnitten haben.

Wegen starker psychischer Probleme wird er 1889 in der psychiatrische Einrichtung Saint-Paul-de-Mausole in Saint-Rémy aufgenommen. Dort entstehen etwa 150 Bilder.

Sein Werk erregt nun erstmals positive Aufmerksamkeit. Bei einer Ausstellung 1890 in Brüssel wird ein Gemälde verkauft. Im Mai 1890 zieht van Gogh nach Auvers-sur-Oise bei Paris. Dort arbeitet er wie besessen, aber er leidet unter Depressionen und großen Ängsten.

Am 27. Juli 1890 erleidet Vincent eine Schussverletzung, an deren Folgen er zwei Tage später stirbt. Ob der Schuss ein Suizidversuch, ein Unfall oder gar ein Mordversuch war, darüber gibt es bis heute unterschiedliche Theorien. Van Gogh stirbt am 29. Juli 1890 und wird einen Tag später in Auvers begraben. Er hinterlässt gut 850 Gemälde und fast 1300 Zeichnungen und Skizzen.

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