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Viele Staus am Wochenende voraus

Wer am kommenden Wochenende über die Autobahn in den Urlaub starten will, braucht oftmals sehr viel Geduld. Welche Routen füllen sich besonders stark und welcher Tag ist der beste Reisetag?

Dichter Reiseverkehr, hohe Staugefahr – die Autobahnen werden noch voller als voriges Wochenende. Diese Prognosen von Auto Club Europa (ACE) und ADAC für das erste Juli-Wochenende (30. Juni bis 2. Juli) klingen nicht rosig. Zur zweiten Ferienwelle aus Nordrhein-Westfalen gesellen sich auch viele Urlauber aus Nachbarländern, die ebenfalls in die Ferien starten.

Es füllen sich so die klassischen Strecken in Richtung Süden, in die Berge und weiter zum Mittelmeer sowie an die Küsten von Nord- und Ostsee. Auch die quer durch die Republik führenden Autobahnen werden stärker belastet sein. So sind besonders die Nord-Süd-Verbindungen (A 1, A 5, A 7 und A 9) sowie die quer verlaufenden Ost-West-Verbindungen (A 3, A 5 und A 8) betroffen.

Auch im Bereich der 1397 vom ADAC gezählten Autobahn-Baustellen dürfte es speziell bei starkem Verkehr zu Behinderungen kommen.

Die Tage in der Übersicht:

  • Freitag: Ab dem frühen Mittag macht sich sehr viel Verkehr speziell um die Ballungsgebiete und auf den Autobahnen bemerkbar. Denn Berufs- und Reiseverkehr treffen aufeinander. Der ACE rechnet bis in den Abend hinein mit zum Teil längeren Staus.
  • Samstag: Autofahrer stellen sich im Rhein-Ruhrgebiet, rund um München und Hamburg besser auf viel Verkehr ein. Dazu füllen sich am Vormittag sich wieder alle klassischen Routen, etwa in den Süden, an die niederländischen und belgischen Küsten und an die Nord- und Ostsee. Entspannung erwartet der ACE erst ab den Nachmittagsstunden.
  • Sonntag: Lebhafter Verkehr wird auch am Sonntag erwartet. Dennoch ist es laut ACE der beste Anreisetag des Wochenendes. Ab Nachmittag ist aber auf den Heimreiserouten mit mehr Verkehr zu rechnen. Zudem zeigt sich auf den Nebenstrecken viel Ausflugsverkehr.

Wer die Ferienfahrt flexibel planen kann, startet besser unter der Woche, etwa am Dienstag oder Mittwoch. Wer am Wochenende fahren will oder muss, sollte zumindest sehr früh morgens starten.

Etwas erleichternd kann sich das in der Zeit von 1. Juli bis 31. August geltende erweiterte Lkw-Fahrverbot (für Lkw ab 7,5 Tonnen) an Wochenenden auswirken.

Zusammengefasst: Die Verkehrsclubs rechnen mit Verzögerungen in den Großräumen Rhein-Ruhr, Hamburg, Rhein-Main, Stuttgart und München, auf den Fernstraßen zur Nord- und Ostsee und auf den folgenden Routen (oft in beiden Richtungen):

A 1 Köln – Dortmund – Bremen – Hamburg – Lübeck
A 1/A 3/ A 4 Kölner Ring
A 2 Hannover – Dortmund
A 3 Passau – Nürnberg – Würzburg – Frankfurt/Main – Köln – Oberhausen
A 5 Basel – Karlsruhe – Frankfurt/Main – Hattenbacher Dreieck
A 6 Nürnberg – Heilbronn – Mannheim – Kaiserslautern
A 7 Füssen – Ulm – Würzburg – Hannover – Hamburg – Flensburg
A 8 Salzburg – München – Stuttgart – Karlsruhe
A 9 München – Nürnberg – Halle/Leipzig – Berlin
A 10 Berliner Ring
A 11 Berliner Ring – Dreieck Uckermark
A 20 Lübeck – Rostock
A 23 Hamburg – Heide
A 24 Hamburg – Berlin
A 31 Bottrop – Emden
A 40 Essen – Duisburg – Venlo
A 45 Hagen – Gießen
A 61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach
A 81 Singen – Stuttgart – Heilbronn
A 93 Kiefersfelden – Dreieck Inntal
A 96 Kreuz Memmingen
A 95/B 2 Garmisch-Partenkirchen – München
A 99 Umfahrung München

In Österreich und in der Schweiz füllen sich die klassischen Reise- und Transitrouten. Als Problemstrecken nennen die Clubs unter anderem die Ost-Autobahn Wien (Richtung Budapest) sowie die Tauern-, Inntal-, Rheintal-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken- und Gotthard-Route.

Auf letzterer muss laut ACE vor allem vor dem Gotthardtunnel mit Staus und mit Blockabfertigung gerechnet werden. Der Club rät zur Ausweichroute A 13 (San Bernardino Chur – Bellinzona), falls die Wartezeit vor dem Gotthardtunnel mehr als eine Stunde beträgt.

Während der gesamten Reisesaison ist in Österreich der Arlbergtunnel gesperrt. Die Ausweichstrecke führt über den Arlbergpass, was laut ACE die Reisezeit mindestens 30 Minuten verlängert. Längere Staus zu verkehrsreichen Zeiten sind wahrscheinlich, weswegen der ACE dem Fernverkehr eine großräumige Umfahrung empfiehlt.

In Tirol sind zudem laut ADAC an allen Wochenenden bis Mitte September entlang der Inntalautobahn in den Bereichen Kufstein und Innsbruck die Stau-Ausweichrouten für den Durchgangsverkehr gesperrt. Wer von und nach Italien will, müsse so auch bei einem Stau auf der Autobahn bleiben.

Wartezeiten an den Grenzen sind möglich, sie bleiben laut ADAC aktuell aber noch überschaubar. Mehr als 45 Minuten würden es wohl nicht sein. Wie lange man an der deutsch-österreichischen Grenze etwa an den Übergängen Walserberg (Salzburg – Bad Reichenhall), Kiefersfelden (Kufstein Süd – Kiefersfelden) und Suben (Ort i. Innkreis – Pocking) warten muss, sieht man online bei der österreichischen Infrastrukturgesellschaft Asfinag.

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