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Tschechien verlängert erneut Grenzkontrollen zur Slowakei

Tschechien verlängert seine Grenzkontrollen an den Übergängen zur Slowakei um weitere zwei Wochen bis zum 26. Dezember. Das entschied das liberalkonservative Kabinett von Ministerpräsident Petr Fiala am Mittwoch in Prag. Beschlossen wurde dabei auch, dass bis zu 80 Soldaten und 30 Zollbeamte die Polizei bei ihrem Einsatz unterstützen.

Die Einführung der Kontrollen Ende September war mit einer Zunahme der illegalen Einreisen von Migranten begründet worden. Für viele von ihnen dürfte Deutschland das eigentliche Ziel sein. Nach Angaben des tschechischen Innenministeriums wurden seither 130 mutmaßliche Schleuser festgenommen. Es seien 9187 unerlaubte Einreise festgestellt worden. Davon seien mehr als 2200 Personen an der Grenze zurückgewiesen worden.

Tschechien und die Slowakei gehören dem Schengen-Raum an, in dem normalerweise ungehindertes Reisen möglich sein soll. Bei der Regierung in Bratislava sorgen die Kontrollen daher für Kritik. Die beiden Länder bildeten bis zur friedlichen Teilung zum 1. Januar 1993 einen gemeinsamen Staat, die Tschechoslowakei.

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