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Tourismusverband Spreewald: Stehen für Weltoffenheit

Nach Bekanntwerden rechtsextremer Umtriebe an einer Schule im Kurort Burg im Spreewald hat der Tourismusverband der Region die Vorfälle bedauert. «Wir als Tourismusverband Spreewald sind weltoffen und heißen Besucher sowie Gäste aus dem In- und Ausland herzlich willkommen», teilte Leiterin Annette Ernst der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch mit. Den Sachverhalt hatte der Verband nach eigenen Angaben aus den Medien erfahren.

In einem anonymen Brief beklagten Lehrkräfte an einer Schule in Burg, sie seien täglich mit Rechtsextremismus, Sexismus und Homophobie konfrontiert. Es geht unter anderem um Hakenkreuze auf Möbeln, rechtsextreme Musik im Unterricht und demokratiefeindliche Parolen in den Schulfluren. Zudem erlebten sie eine «Mauer des Schweigens», hieß es in dem Brief. Die Lehrkräfte beklagten, dass die Unterstützung von Schulleitungen, Schulämtern und Politik fehle.

Sicherheit und Wohlfühlen für die Gäste hätten großen Stellenwert, erklärte die Leiterin des Verbandes. Darüber hinaus arbeiteten viele ausländische Fachkräfte im Spreewaldtourismus. «Sie sind integriert und eine große Stütze für unseren Arbeitsmarkt», betonte sie.

Der Spreewald hatte den Angaben nach im vergangenen Jahr so viele Besucher angezogen wie zuletzt vor der Corona-Pandemie. Rund zwei Millionen Übernachtungen wurden gebucht. Die historische Kulturlandschaft mit den Flusslaufverzweigungen der Spree hatte laut Verband auch mehr internationale Gäste angezogen, die meisten kamen aus Dänemark, Polen und der Schweiz. Tagesgäste kamen aus asiatischen Ländern wie China oder Indien. Viele von ihnen arbeiten und leben in Berlin. Zehn Prozent der Menschen, die direkt im Spreewald beheimatet sind, leben dem Verband zufolge vom Tourismus.

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