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Tausende Schaulustige beim Heimat- und Trachtenfest in Burg

Jugendherbergen hatten in der Corona-Zeit schwer zu kämpfen. Die Übernachtungszahlen in Sachsen waren 2020 um mehr als die Hälfte geschrumpft. Jetzt hat sich die Lage auch dank neuer Angebote deutlich verbessert.

Unter wolkenlosem Himmel und bei hochsommerlichen Temperaturen haben Tausende Menschen in Burg im Spreewald am Wochenende das Heimat- und Trachtenfest gefeiert. Am Sonntagnachmittag zog ein mehrere hundert Meter langer Festzug von Frauen und Männern in sorbischer Tracht im Ort an einigen tausend Zuschauern vorbei. Beteiligt waren Vereine mit Jugendgruppen aus vielen Orten des Sorben- und Wendenlands in der Lausitz.

Am Samstag hatten Vereine und Firmen auf der Traditionsmeile zum Spreehafen bäuerliche Gewerke wie das Korbflechten, Spinnen, die Imkerei und Spreewaldfischerei sowie die Vielfalt der Trachten gezeigt.

Angesichts von rechtsextremen Vorfällen an einer Schule in Burg war auch die Koordinierungsstelle «Tolerantes Brandenburg» mit ihrem Demokratiemobil auf der Festmeile vertreten. Dort wurden Einheimische und Gäste animiert, miteinander ins Gespräch zu kommen. Mit Ansteckern von blauen Buttons der Initiative «‘WIRsindBurg -#SMY Borkowy» konnten die Gäste ein Zeichen für Toleranz, Respekt und Demokratie setzen.

Zwei Lehrkräfte hatten im April in einem Brandbrief öffentlich gemacht, dass sie an ihrer Schule in Burg im Spreewald täglich mit Rechtsextremismus, Sexismus und Homophobie konfrontiert seien. Die beiden Lehrkräfte haben inzwischen die Schule verlassen und das auch mit Anfeindungen aus der rechten Szene begründet.

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