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Stuttgart im Steckbrief: Reisetipps zur Fußball-EM

Stuttgart (dpa/tmn) – Stuttgart ist einer der zehn Austragungsorte der Fußball-Europameisterschaft. Fans aus Slowenien, Dänemark, Belgien, Schottland und der Ukraine werden hier die Spiele ihrer Mannschaften verfolgen, Deutschland trifft in seinem zweiten Gruppenspiel auf Ungarn. Hinzu kommt ein Viertelfinale.

Doch egal, ob Sie für eines der Spiele oder während des Turniers einfach so in Stuttgart sind: Was gibt es hier aus Fan-Sicht zu erleben? Wo herrscht abseits des Stadions EM-Atmosphäre? Und was wird außer Fußball noch geboten? Hier sind Tipps:

– Public Viewing: 

Das zentrale Public Viewing steigt am Schlossplatz unweit des Hauptbahnhofs. Während der EM werden hier fast alle der 51 Turnierspiele gezeigt – nur am letzten Gruppenspieltag, wenn jeweils immer zwei Spiele parallel laufen, wird nur eins davon auf den Leinwänden zu sehen sein. Bis zu 30 000 Menschen haben Platz.

– Stadion: 

Die MHP Arena in Bad Cannstatt – sonst Heimstätte des VfB Stuttgart – fasst zum Turnier 54 000 Zuschauer und heißt während der Endrunde offiziell Arena Stuttgart.

Vom Hauptbahnhof fahren mehrere Stadtbahnlinien sowie S-Bahnen in Richtung Stadion: unter anderem die U1 (bis Mercedesstraße), die U19, die Sonderlinie U11 (während der EM) sowie die S1 (bis NeckarPark (Stadion)) oder die S2 und S3 (bis Bahnhof Bad Cannstatt). 

Wer mit dem Auto anreist, für den empfehlen sich die Park-and-Ride-Parkplätze mit Anbindung ans S-Bahn-Netz. Außerhalb der Stuttgarter Umweltzone liegen sie unter anderem an den Bahnhöfen Plochingen, Winnenden, Backnang und Leonberg.

– Pilgerorte für Fußballfans: 

Im Stadtteil Degerloch steht nicht nur das Stadion auf der Waldau, in dem die Stuttgarter Kickers spielen. Nebenan steht auch das höchste Bauwerk der Stadt, der 216 Meter hohe Fernsehturm. Von der Aussichtsplattform auf rund 150 Meter Höhe bietet sich nicht nur ein Panoramablick über die Stadt, sondern auch aufs Stadion. Während der EM erhascht man dabei womöglich ein Blick auf das Schweizer Nationalteam: Die Eidgenossen haben ihr Teamquartier in Stuttgart und trainieren im Stadion auf der Waldau.

Gleich neben dem EM-Stadion in Bad Cannstatt wiederum ist das Vereinsgelände des VfB Stuttgart und dort befindet sich auch das Clubrestaurant 1893. Das verspricht den Spagat zwischen schwäbischer Küche und Sportlerkost. Probieren, wie das schmeckt, können Fans aber erst wieder zum Ende der EM hin: Vom 6. Juni an ist das Restaurant bis zum 8. Juli für externe Gäste geschlossen, es steht in der Zeit nach eigenen Angaben ausschließlich dem europäischen Fußballverband Uefa zur Verfügung.

– Erleben abseits des runden Balls: 

Mit Stuttgart sind gleich zwei der bekanntesten deutschen Automarken verbunden: Mercedes-Benz und Porsche. 

Das Mercedes-Werk in Untertürkheim liegt in Schlagdistanz zum EM-Stadion und dem Clubzentrum des VfB Stuttgart, gleiches gilt für das Museum der Automarke mit dem Stern. Dort gibt es auf 16 500 Quadratmetern rund 1500 Fahrzeuge zu sehen, angefangen vom Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 von 1886 bis zu aktuellen Supersportwagen.

Supersportwagen sind das Stichwort in Zuffenhausen im Norden Stuttgarts: Dort hat Porsche sein Werk und für autobegeisterte Touristen ebenfalls ein opulentes Museum mit allen Fahrzeugen aus der Geschichte des Herstellers, inklusive des ersten 911ers.

Was vielen außerhalb der Stuttgarter Region womöglich nicht bekannt ist: Über die Hauptstadt Baden-Württembergs verteilen sich rund zwei Dutzend Weingüter. Und es gibt mehrere Weinwanderwege, die zusammen auf fast 40 Kilometer Länge kommen. Details zu den Routen gibt es online beim Stuttgarter Tourismusmarketing.

Einer der Wege führt auch an der Grabkapelle vorbei, die König Wilhelm I. 1820 für seine verstorbene Frau Katharina errichten ließ. Umgeben von Weinhängen steht sie auf dem 411 Meter hohen Württemberg und gilt als beliebtes Ausflugsziel unter den Stuttgartern – von hier oben hat man ebenfalls einen schönen Blick auf die Stadt und ins Neckartal.

Einen Besuch wert ist auch die Wilhelma, der Zoo der Stadt, der Teil einer großen Parklandschaft ist, die sich vom zentralen Schlossplatz bis zum Neckar zieht. Wobei Zoo nur halb richtig ist: Die Anlage umfasst auch umfangreiche Pflanzensammlungen und so rühmt sich die Wilhelma, der «einzige zoologisch-botanische Garten Deutschlands» zu sein.

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