EuropaTipps

«Schwierige Verhandlungen»: EU-Fischfangmengen für 2023 beschlossen

Die EU-Staaten haben sich auf einen strengen Schutz von Aalen und Fangmengen für Kabeljau und andere Bestände im Nordostatlantik geeinigt. Die zuständigen Minister beschlossen unter anderem, ein Verbot der gezielten Kabeljaufischerei im Kattegat bei Dänemark und Schweden beizubehalten, wie die tschechische EU-Ratspräsidentschaft am Dienstag mitteilte. Tschechiens Agrarminister Zdenek Nekula sprach von «schwierigen Verhandlungen».

Die EU-Staaten legen jedes Jahr die zulässigen Gesamtfangmengen für bestimmte Gewässer fest. Auf dieser Basis entfallen auf die einzelnen Länder durch festgeschriebene Verteilungsschlüssel die jeweiligen nationalen Fangmengen. Grundlage der Verhandlungen ist eine Vorlage der EU-Kommission, die in erster Linie auf wissenschaftlichen Empfehlungen beruht. Vielen Fischbeständen geht es nicht gut, neben der Fischerei machen ihnen Umwelteinflüsse wie der Klimawandel zu schaffen.

Für den vom Aussterben bedrohten Europäischen Aal soll es neue Schutzmaßnahmen geben, wie EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius sagte. Dafür stehe auch Geld aus EU-Töpfen zur Verfügung. «Wir haben uns auch auf eine sechsmonatige Schließung für kommerzielles Fischen geeinigt», sagte der Spitzenpolitiker mit Blick auf den Aal. Zudem soll Freizeitfischern verboten werden, den Aal zu fangen.

Bilaterale Verhandlungen mit Großbritannien sowie mit Norwegen laufen den Angaben zufolge noch. Für gemeinsam bewirtschaftete Bestände wurde sich daher zunächst darauf geeinigt, die bestehenden Fangmengen auf die ersten drei Monate des kommenden Jahres auszuweiten.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"