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Schlechtes Wetter: Skifahrer bricht gewagte Mount Everest Mission ab

Der Skifahrer Andrzej Bargiel aus Polen hat seine gewagte Mission einer Abfahrt vom Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff abgebrochen. Wegen schlechter Wetterbedingungen im Himalaya sei es nicht möglich gewesen, auf die knapp 8849 Meter hohe Spitze zu kommen, sagte eine Sprecherin des 34-Jährigen der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Wettervorhersagen würden auch für die kommenden Wochen viel Schneefall und stärkere Winde voraussagen. Bargiel sei auf der Rückreise nach Polen und es sei noch unklar, ob er die Mission weiterverfolgen wolle. Er und sein internationales Team warteten zuletzt länger auf ein geeignetes Wetterfenster.

Bargiel hatte die gleiche Mission bereits im Herbst vor drei Jahren versucht und auch damals abbrechen müssen – wegen eines hohen Lawinenrisikos. Eine Skiabfahrt vom Mount Everest hatte erstmals der Slowene Davo Karni?ar im Jahr 2000 geschafft – allerdings hatte dieser bei seiner Mission Flaschensauerstoff verwendet.

Bargiel hat bereits einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde dafür, dass er 2018 als erster Mensch überhaupt eine Skiabfahrt vom Gipfel des schwer zu besteigenden K2, dem zweithöchsten Berg der Welt an der pakistanisch-chinesischen Grenze, geschafft hat. Auch damals hatte er keine Sauerstoffflaschen verwendet. Etliche andere Alpinisten sind bei dem Versuch einer Skiabfahrt vom K2 allerdings gestorben.

Die meisten Menschen besteigen den Mount Everest und andere Berge im Himalaya jeweils im Frühjahr, wenn die Wetterbedingungen dann am besten sind. Im Herbst sind Besteigungen deutlich seltener. Weniger Menschen bedeuten aber auch freiere Fahrt für einen Skifahrer.

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