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Rostocker Wasserwacht mahnt zu mehr Vorsicht beim Baden an

Kann eine Krise die Reiselust befördern? Die Welt ist so unruhig wie seit Jahrzehnten nicht - die Staatsregierung hofft, dass das für den Tourismus sogar eine Chance sein könnte.

Nach der Notrettung dreier Mädchen und weiterer in Not geratener Badender aus der Ostsee vor Warnemüde hat die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes aus Rostock Badegäste zu erhöhter Vorsicht angemahnt. Am Donnerstag hätten die Rettungsschwimmer elf Menschen aus dem Wasser retten und zwei davon reanimieren müssen, teilte der DRK Kreisverband Rostock am Freitag mit. Obwohl die rote Flagge, die Lebensgefahr und Badeverbot signalisiere, während der gesamten Wachzeit gehisst war, seien viele Strandbesucher ins Wasser gegangen. Viele Badegäste hätten außerdem das permanente Badeverbot an der Mole missachtet und seien dort schwimmen gegangen.

«Die hohen Wellen und die nicht einschätzbare Strömung bergen ein hohes Risiko», sagt Lukas Knaup, Wachleiter in Warnemünde. Die aktuellen Wetterbedingungen seien für das gefahrlose Baden nicht geeignet. «Das war mein schlimmster Einsatztag, den ich in meiner langjährigen Laufbahn als Rettungsschwimmer je hatte», fügt  Knaup hinzu, der am Donnerstag an den Rettungen beteiligt war. Für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Wasserwacht sei eine psychosozialen Notfallversorgung bereitgestellt worden, um die Geschehnisse des gestrigen Einsatztages aufzuarbeiten.

Die Wasserwacht des DRK sowie die Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde appellierten anlässlich der Vorfälle an alle Strandbesucher, niemals an der Mole in Warnemünde ins Wasser zu gehen und die Flaggensignale auf den Rettungstürmen sowie die Warnhinweise der Rettungsschwimmer zu beachten.

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