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Positive Tourismus-Bilanz 2022: Mehr Gäste, mehr Übernachtungen in MV

Strände, Seen, Wälder, «Natur pur» - der Nordosten ist bei Urlaubern beliebt. Das belegen die Zahlen, auch wenn die für Deutschland horrende Inflation hier und dort die Ferienstimmung trübt.

Die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern hat bei Gästeankünften und Übernachtungszahlen fast wieder das hohe Vor-Corona-Niveau erreicht. Für 2022 meldete das Statistisches Landesamt 7,4 Millionen Gäste. Das sei ein Plus von 34,7 Prozent im Vorjahresvergleich, teilte der MV-Tourismusverband am Dienstag bei der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin mit. Die Zahl der Übernachtungen stieg den Angaben zufolge um 19,6 Prozent auf 31,8 Millionen.

«Wir bewegen uns insgesamt wieder in Richtung Vorkrisenniveau. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet das zweitbeste Ergebnis nach den Rekordwerten vor der Pandemie im Jahr 2019», sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). Zum Vergleich: 2019 wurden 8,4 Millionen Ankünfte und rund 34 Millionen Übernachtungen registriert. Der Anstieg spreche für das Interesse an Urlaub im Land, so Meyer. Es mache sich aber auch bemerkbar, dass viele Menschen wegen der insgesamt unsicheren Lage eher sparten. «Es wird weniger in einen Urlaub investiert. Die Inflation trägt ihr Übriges bei.»

Besonders hoch im Kurs stand im Vorjahr die Mecklenburgische Ostseeküste, wo die Übernachtungszahlen mit 28,7 Prozent am stärksten stiegen. Das Plus fiel je nach Reiseregion unterschiedlich stark aus: Fischland-Darß-Zingst (+14,2 Prozent), Usedom (+17,2 Prozent), Vorpommersches Festland (+15,9 Prozent), Rügen/Hiddensee (+17,2 Prozent), Mecklenburgische Seenplatte/Schweiz (+16,3 Prozent) und Westmecklenburg (+13,3 Prozent).

Der Vorstandschef des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Alexander Winter, betonte die Neuigkeiten und Schwerpunkte des MV-Tourismusjahres 2023. Dazu gehörten die noch im Bau befindliche längste Seebrücke in Prerow, der Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide, der Ende des Jahres als offizieller Sternenpark ausgewiesen werden solle und der Radfernweg Berlin-Kopenhagen.

Greifswalds Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) hob das 2024 anstehende Veranstaltungsprogramm zum 250. Geburtstag des Malers Caspar David Friedrich hervor, und Meyer verwies auf die Ende April anstehende Eröffnung des fast fertiggestellten Skywalk-Rundwegs Königsstuhl auf der Insel Rügen.

Der an einem Haltemast befestigte Rundgang hängt über dem 118 Meter hohen Kreidefelsen im Norden Rügens. Es ist nach Angaben des dortigen Nationalpark-Zentrums der höchste Kreidefelsen Deutschlands. Der bisherige Aussichtspunkt auf dem Felsen war Ende September abgesperrt worden, um das Areal vor Erosion zu schützen. Zum Königsstuhl kommen laut Nationalpark-Zentrum jährlich etwa 300 000 Menschen.

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