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Polen eröffnet Autotunnel in Swinemünde – Neue Usedom-Zufahrt

Schreckliches Ende eines schönen Sommertages am Hamburger Elbstrand: Ein 16-Jähriger geht schwimmen und taucht nicht wieder auf. Rettungskräfte suchen mehrere Stunden.

Polen hat in der Hafenstadt Swinemünde (Swinoujscie) einen Autotunnel eröffnet, der eine weitere Zufahrt zu der beliebten Urlaubsinsel Usedom bietet. Die Zeit der langjährigen Träume gehe zu Ende, es beginne eine neue Realität, sagte Infrastrukturminister Andrzej Adamczyk am Freitag bei der Eröffnungszeremonie in der Tunnelröhre. Vize-Regierungschef Jaroslaw Kaczynski sagte, das Bauwerk erhöhe nicht nur den Komfort in der Stadt selbst, sondern verbessere die Verbindungen in der gesamten Region Westpommern.

Am Nachmittag wurde der Tunnel für die Öffentlichkeit freigegeben. Läufer und Fahrradfahrer passierten den Tunnel. Ab dem Abend soll dann der Verkehr durch das Bauwerk rollen dürfen. 

Der Tunnel verläuft unter der Swine, einem Ostsee-Meeresarm, der nicht nur Swinemünde, sondern auch Usedom von der polnischen Insel Wollin trennt. Neben bestehenden Brücken auf deutscher Seite ist es die dritte feste Zufahrt auf die Insel. Nach Angaben der Stadt verkürzt sich die Fahrt im Vergleich zu bestehenden Fährverbindungen über die Swine von früher vierzig auf nun zwei bis fünf Minuten. Fahrräder und Fußgänger sollen den Tunnel im eigentlichen Betrieb nicht passieren dürfen.

Der mehr als 200 Millionen Euro teure Tunnel ist rund 1,8 Kilometer lang. Ein Großteil des Geldes stammt von der EU. 2019 waren die ersten Vorarbeiten gestartet. Seit Mai dieses Jahres ist das Bauwerk fertig.

Der Tunnel könnte die Fahrt auf die Insel etwa für Berliner und Brandenburger über die Autobahn 11 via Stettin (Szczecin) erleichtern. Zwar ist diese Route länger als der Weg über die deutsche Seite, sie führt aber länger über Autobahnen. Außerdem läuft auf polnischer Seite der Ausbau einer Schnellstraße zur Anbindung.

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