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Piloten haben beim Tarifkonflikt mit Lufthansa das Wort

Hängepartie bei der Lufthansa: Es gibt zwar ein ausverhandeltes Tarifergebnis für die Piloten, doch dem hat die Gewerkschaft bislang nicht zugestimmt. Zunächst sollen die Mitglieder befragt werden.

Bei den Tarifverhandlungen für die Stammpiloten der Lufthansa kommt es jetzt auf die Mitglieder der Vereinigung Cockpit an. Sie sollen darüber entscheiden, ob sie das erzielte Verhandlungsergebnis annehmen oder andere Maßnahmen wie zum Beispiel erneute Warnstreiks anstreben.

Die Tarifkommission der Gewerkschaft hatte es am Mittwoch vermieden, sich eindeutig zu dem mit Lufthansa erzielten Verhandlungsstand zu bekennen. Sie äußerte aber die Ansicht, dass auf dem Verhandlungsweg kein besseres Ergebnis erreicht werden könne. Das Unternehmen sprach hingegen am Donnerstag von konstruktiven Verhandlungen, die zu einem guten Ergebnis geführt hätten.

In einer Mitgliederinformation kündigte die Tarifkommission an, alle Teile des Pakets in Rundschreiben, Meetings und Podcasts erklären zu wollen. Ein konkreter Zeitrahmen wurde nicht genannt. Es hieß lediglich, dass die Mitglieder «in ein paar Tagen» alle Details erfahren würden. Man werde Stärken, aber auch Schwächen transparent erläutern. Die Kommission werde danach dem Votum der Mitglieder folgen.

Ein erneuter Streik der rund 5200 Piloten der Lufthansa und der Lufthansa Cargo ist damit noch nicht vom Tisch. Die Piloten haben in dieser Runde bereits am 2. September 2022 mit einem Warnstreik den Flugbetrieb lahmgelegt.

Dem Portal «Aero.de» zufolge sieht der ausverhandelte Kompromiss ab dem kommenden Jahr 7,5 Prozent mehr Geld und zudem einen einmaligen steuerfreien Inflationsausgleich von 3000 Euro vor. Die VC hatte 8,5 Prozent mehr gefordert. Bedeutsamer sind Einigungen zu Arbeits- und Bereitschaftszeiten im Manteltarifvertrag sowie die Abschaffung einer zweiten Tarifschiene, die vor Jahren für Neueinsteiger eingeführt worden war.

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