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Obduktion nach Tauchunfall im Sundhäuser See – keine Sperrung

Russlands Krieg gegen die Ukraine hat die Sicherheitslage auch im strategisch wichtigen Norden verändert. Zu spüren ist das auf Island, das keine eigenen Streitkräfte hat. Am Rande des Polarkreises will die Luftwaffe nun Solidarität mit dem Nato-Partner demonstrieren.

Die beiden im Sundhäuser See bei Nordhausen gestorbenen Taucher sollen noch am Dienstag obduziert werden. Danach stehe eventuell fest, wie genau die beiden 29-Jährigen am Samstag ums Leben kamen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. In dem Fall werde auch das Tauchgerät nicht weiter untersucht. Es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden oder eine Straftat.

Eine Sperrung des Sees, in dem laut Polizei am Wochenende zwei Menschen starben und vier Menschen verletzt wurden, stehe nicht an, sagte er weiter. Gemessen an der Zahl der Tauchgänge gebe es im Vergleich zu anderen Tauchspots keine besondere Unfallhäufung. Am Wochenende hätten viele Taucher das schöne Wetter ausgenutzt. Der See sei unter anderem wegen seine Unterwasserattraktionen beliebt.

In dem See waren am Samstag eine Taucherin und ein Taucher ums Leben gekommen. Laut Polizei waren sie in einer Tiefe von 14 Metern und bei schlechter Sicht zwischen einem Nachbau der Stadt Nordhausen und einem erst kürzlich versenkten Stahldrachen unterwegs, als es zum Notfall kam. Da sie zwischen den Attraktionen gefunden wurden, könne ausgeschlossen werden, dass sich einer der beiden dort verirrt habe oder eingeklemmt worden sei, sagte der Sprecher weiter. Beide seien eher unerfahrene Taucher gewesen.

Ein dritter Taucher hatte demnach einen Notaufstieg gestartet. Dabei sei es zur sogenannten Dekompressionskrankheit gekommen. Er kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Zuvor schlug er laut Polizei aber noch unter den anwesenden Tauchern Alarm, woraufhin sich diese an der Rettungsaktion beteiligten. In dem Zuge sei ein weiterer Taucher bei einem Notaufstieg verletzt worden.

Am Sonntag kam es dann zu einem weiteren Tauchunfall. Dieses Mal erlitt ein Taucher laut Polizei eine Panikattacke und startete zusammen mit seinem Begleiter den Notaufstieg. Beide erlitten ebenfalls die Dekompressionskrankheit, konnten das Krankenhaus aber am selben Tag schon wieder verlassen. Sie seien erfahrene Taucher gewesen.

Erst Mitte August war eine 40 Jahre alte Frau bei einem Tauchunfall im Sundhäuser See schwer verletzt worden. Auch hier war die Ausrüstung sichergestellt worden. Die bisherigen Ermittlungen ergaben laut Polizei keine Hinweise auf Fremdverschulden.

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