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NRW startet in die Osterferien – Umleitungen bei der Bahn

Schon ein Hauch von Frühling - aber noch nicht zu den Preisen der Hauptsaison: Die Osterferien sind für Familien in NRW eine beliebte Reisezeit. Auf den Straßen dürfte es voll werden. Und die Bahn sperrt für Bauarbeiten einige wichtige Strecken.

Zum Start in die Osterferien rechnen Experten mit viel Betrieb auf den Autobahnen, an den Flughäfen und auch bei der Bahn. «Wir gehen davon aus, dass viele Reisende die Feiertage für einen Kurztrip nutzen», sagt Roman Suthold, Verkehrsexperte des ADAC in NRW. Die Flughäfen stellen sich auf die erste große Reisewelle des Jahres ein. Bei der Bahn gibt es auf einigen wichtigen Strecken in NRW Vollsperrungen, so dass Reisende Umwege fahren oder auf Busse umsteigen müssen.

Viel Betrieb auf den Autobahnen ist laut Automobilclub besonders am Gründonnerstag (6.4.) und über Ostern zu erwarten. Besonders auf den Strecken in Richtung Norden (A1 von Köln nach Hamburg, A31 nach Emden) und in Richtung Niederlande geht der ADAC von zumindest einem erhöhten Verkehrsaufkommen aus. Mit Staus und stockendem Verkehr sollten Autofahrer während der Osterferien auch auf dem gesamten Kölner Autobahnring (A1/A3/A4), der A43 zwischen Wuppertal und Recklinghausen sowie der A46 zwischen Düsseldorf und Wuppertal rechnen.

Wer mit dem Flieger in den Süden will, soll an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn diesmal nicht übermäßig lang in Warteschlangen stehen. Man sei nach dem Chaos im vergangenen Sommer gut vorbereitet, sagen Sprecher der Airports. Unter anderem können Fluggäste online ein Zeitfenster für die Sicherheitskontrolle reservieren.

Die Ziele der Osterurlauber sind etwa Türkei, Mallorca, Ägypten und London, berichtete der Düsseldorfer Flughafen. Am Nachbarflughafen in Köln ist es ähnlich: Beliebteste Reiseländer sind hier Spanien, die Türkei und Italien. Beide Flughäfen erwarten in den Ferien zusammengenommen rund 1,4 Millionen Passagiere.

Die Bahn hat trotz des Reiseverkehrs einige größere Bauarbeiten bewusst in die Osterferien gelegt. Das sei sinnvoll, «weil dann weniger Berufspendler und keine Schüler unterwegs sind», sagte ein Sprecher. Vor allem im Ruhrgebiet müssen sich Bahnkunden in den kommenden zwei Wochen auf Fahrplanänderungen und Zugausfälle einstellen.

Wegen Bauarbeiten ist die wichtige Verbindung zwischen Essen und Duisburg von diesem Freitagabend (21.00 Uhr) bis zum Ende der Osterferien komplett gesperrt. Das hat Auswirkungen auf den Zugverkehr bis nach Dortmund und Düsseldorf und auch auf den Fernverkehr.

Vom Fernverkehr werden die Städte an der wichtigen Ost-West-Achse zwischen Dortmund und Duisburg während der zwei Wochen komplett abgeschnitten. ICEs und ICs halten nicht in Bochum, Essen und Mülheim/Ruhr. Reisende müssten sich auf längere Fahrzeiten einstellen – auch, weil es gleichzeitig in anderen Bundesländern Bauarbeiten an der Strecke gebe, teilte die Bahn mit.

Bei S-Bahnen und Nahverkehrszügen sind die Auswirkungen von Stadt zu Stadt unterschiedlich stark. Zwischen Essen und Duisburg fahren in den nächsten zwei Wochen nur Busse, am Bahnhof Mülheim/Ruhr hält zwei Wochen lang kein einziger Zug. Die Ersatzbusse auf der Strecke sollen aber «im dichten Takt» fahren, verspricht die Bahn. In der Online-Auskunft der Bahn seien die zahlreichen Änderungen enthalten, sagte ein Bahn-Sprecher. Wer dort nach seiner Verbindung sucht, sieht also, wie er trotz der Bauarbeiten an sein Ziel kommt.

Gebaut wird in den nächsten Wochen auch zwischen Dortmund und Münster. Zwischen Lünen und Davensberg bleibt die Strecke bis zum 12. Mai gesperrt. Fernzüge zwischen Dortmund und Hamburg werden umgeleitet und brauchen rund 45 Minuten länger.

Auch am Niederrhein beginnen mit dem Start der Osterferien umfangreiche Bauarbeiten. Für den Ausbau der wichtigen Güterzugstrecke zum Hafen Rotterdam wird an dem Abschnitt zwischen Oberhausen und dem niederländischen Arnhem gebaut. Bis 16. April wird die Strecke für den Fern- und Nahverkehr komplett gesperrt.

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