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Lufthansa will mit engerer Planung neues Chaos vermeiden

Die Lufthansa hatte im vergangenen Jahr in Sachen Zuverlässigkeit und Servicequalität Luft nach oben. Der neue Chef will das unter anderem mit einer runderneuerten App ändern.

Die Lufthansa will bei ihrer Kernmarke mit engerer Planung ein erneutes Flugchaos im Sommer verhindern. Man sei mit allen «Systempartnern» im engen Kontakt zur Planung der Kapazitäten, erklärte Airline-Chef Jens Ritter am Donnerstagabend. So sollten bei Dienstleistern und der Lufthansa selbst die Abläufe funktionieren sowie genug und richtig geschultes Personal bereitstehen. «Damit alles zusammenspielt, drehen wir jeden Stein einzeln um.»

Ritter erinnerte an das vergangene Jahr, als sprunghaftes Wachstum die Branche an ihre Grenzen brachte. Die Folgen an deutschen Flughäfen waren Verspätungen und Ausfälle sowie lange Wartezeiten beispielsweise an Gepäckausgaben und Sicherheitskontrollen. An ihrem Drehkreuz Frankfurt musste die Lufthansa das Angebot deutlich zusammenstreichen, weil nicht genug Bodenpersonal des Flughafens einsatzfähig war.

Der seit April 2022 amtierende Manager kündigte ein im Vergleich zum Vorjahr ausgeweitetes Flugangebot an, machte dazu aber keine detaillierten Angaben. «Unser Ziel ist es, einen verlässlichen Flugplan aufzustellen», sagte der Chef der größten Fluggesellschaft im Lufthansa-Konzern. «Derzeit verzeiht das Luftverkehrssystem keinen einzigen Fehler. Jedes noch so kleine Sandkorn lässt das Getriebe knirschen.»

«2025 wollen wir ein Rekordergebnis erreichen», kündigte Ritter an. Um auch in Zukunft eine der führenden westlichen Fluggesellschaften zu bleiben, werde das Lufthansa-Produkt entlang der gesamten Reisekette verbessert. Neben 30 000 neuen Sitzen und renovierten Lounges soll auch die erneuerte Lufthansa-App beitragen. Über das stärker personalisierte Smartphone-Programm können die Passagiere demnach künftig Umbuchungen selbst steuern, einfacher Tickets kaufen und schneller Reiseinformationen oder Gutscheine erhalten. Die vorhandenen Dienstleistungen an Schaltern und über die Call-Center würden dafür nicht eingeschränkt, hieß es.

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