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Lemke informiert sich über Schadensbilanz nach Oder-Fischsterben

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Fast ein Jahr nach der Umweltkatastrophe an der Oder informiert sich Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) über die Schadensbilanz und die Erholung der Fischbestände. Am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin werden am Montag Zwischenergebnisse vorgestellt, wie das Ministerium angekündigte.

Es soll auch um Erkenntnisse zur Brackwasseralge Prymnesium parvum gehen. Hoher Salzgehalt, Niedrigwasser, hohe Temperaturen und das Gift dieser Algenart, die auch Goldalge genannt wird, gelten als Ursachen für das massenhafte Fischsterben im vergangenen August.

Die Sorge ist groß, dass sich die Umweltkatastrophe in diesem Sommer wiederholt. Lemke forderte die polnische Regierung wiederholt auf, Salzeinleitungen in den Fluss zu reduzieren.

Das Bundesumweltministerium lässt die ökologischen Folgen des Fischsterbens in der Oder am Forschungsinstitut IGB untersuchen. Mehr als 4,8 Millionen Euro Fördermittel werden für das Forschungsvorhaben bereit gestellt. Ziel ist es, Empfehlungen abzuleiten, wie die Widerstandsfähigkeit der Oder erhöht und der Fluss renaturiert werden kann. Die Ergebnisse sollen auch für andere Flüsse in Deutschland genutzt werden, wie das Ministerium mitteilte.

Das Forschungsinstitut IGB hatte vor kurzem Befischungen in der Oder durchgeführt, um Daten zu den Fischbeständen zu gewinnen. Die Goldalge sei inzwischen auf 300 Kilometern Länge in der Oder vorhanden, hatte Wissenschaftler Christian Wolter im April gesagt.

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