Politik

Kurz erklärt Ban seine Welt

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hat die indirekte Kritik von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon an der restriktiven Flüchtlingspolitik Wiens zurückgewiesen.

Berlin (dpa) –  «Wir müssen wegkommen von dem Ziel einer unbeschränkten Aufnahme in Europa», sagte Kurz der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Österreich trete für eine legale und geordnete Aufnahme von Flüchtlingen ein, betonte der konservative Politiker.

Ban Ki-Moon (links), Generalsekretär der Vereinten Nationen, bekommt von Österreichs Außenminister Sebastian Kurz ein Fußballtrikot des österreichischen Nationalteams am 26. April 2016 in Österreich, Wien.

Ban hatte die Europäer zu einem offenen Umgang mit Schutzsuchenden ermahnt und eine zunehmende Fremdenfeindlichkeit in der EU beklagt. «Es bereitet mir Sorge, dass europäische Länder nun eine zunehmend restriktive Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik verfolgen», sagte der Koreaner am Donnerstag im Wiener Parlament. Erst am Mittwoch hatte der österreichische Nationalrat mit deutlicher Mehrheit das Asylgesetz drastisch verschärft.

Außenminister Kurz sagte der Zeitung, sein Land sei «gegen illegale Migration, in der nach dem Recht des Stärkeren jene durchkommen, die fit genug sind und reich genug, um einen Schlepper zu bezahlen». Europa müsse die Kontrolle über sein Territorium behalten, sichere Außengrenzen haben und selbst entscheiden, wer herein darf und wer nicht.

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