Wirtschaft

Kritik an Niki-Verkauf

Die Europäische Kommission hat Kritik an der geplanten Übernahme der insolventen österreichischen Fluggesellschaft Niki durch die International Airlines Group (IAG) als «unbegründet» zurückgewiesen. Die Insolvenzverwalter von Niki hätten eine Reihe von Angeboten erhalten, und sich in einem unabhängigen Prozess nun für IAG entschieden, sagte eine Sprecherin der Kommission am Dienstag.

Brüssel (dpa) –  Zuvor hatte die Lufthansa bereits eine Übernahme von Niki ausgehandelt, den Kauf wegen Bedenken der EU-Wettbewerbshüter dann aber abgesagt.

ARCHIV – der ehemalige Formel 1 Fahrer Niki Lauda steht am 16.2.2004 in Düsseldorf vor einem Airbus 320 vor dem Logo seiner damals neuen Fluggesellschaft «NIKI», N.L. Luftfahrt GmbH.

Am Montag hatte der CSU-Finanzpolitiker Hans Michelbach der Kommission vorgeworfen, den Abbruch der Gespräche durch Lufthansa provoziert zu haben, «um einem bestimmten Investor eine Übernahme zum Schnäppchenpreis zu ermöglichen».

«Die EU-Wettbewerbsbehörde hat einen Interessenten vergrault, der bereit war, für Niki rund 200 Millionen Euro zu zahlen. Nun wird die Fluggesellschaft für die lächerliche Summe von 20 Millionen Euro an die britische Holding IAG verscherbelt», sagte Michelbach weiter.

Lufthansa wollte für die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki nach früheren Angaben 190 Millionen Euro zahlen. Der Bund hat bisher erst einen Teil seines Überbrückungskredits von 150 Millionen Euro für die insolvente Air Berlin zurück erhalten.

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