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Kletterer Thomas Huber: Nach Cerro ist nun Torre an seiner Seite

Cerro hatte den Extrembergsteiger Thomas Huber zwei Jahre begleitet. Doch der Hund, benannt nach Hubers Kletterziel Cerro Torre in Patagonien, wurde Opfer eines Unfalls. Jetzt hat er einen neuen Begleiter auf vier Pfoten: Torre.

Nach dem Verlust von Gebirgsschweißhund Cerro begleitet nun der kleine Torre den Berchtesgadener Extrembergsteiger Thomas Huber. Der noch junge Torre ist ebenfalls ein Gebirgsschweißhund. Huber hat ein paar Fotos von ihm veröffentlicht: Auf Instagram und Facebook wurde der Beitrag tausende Male gelikt. «Er wird die Geschichte von meinem Cerro weiterführen», erläuterte der 56-jährige gebürtige Pallinger, der im Ortsteil Oberau in Berchtesgaden wohnt. «Alles Liebe für euch und unendlich viele Jahre zusammen», wünscht eine Followerin.

Als Cerro Anfang des Jahres auf der Roßfeldstraße unweit von Hubers Haus tot gefahren wurde, saß der Schock bei dem Extrembergsteiger tief. «Er war ein kleiner Star, mein kleiner Star», sagte Huber damals über seinen Hund Cerro, benannt nach dem gleichnamigen Berg, dem Cerro Torre, einem 3000er in Patagonien.

Nach Cerros Tod hatte Huber auf den sozialen Medien wenig gepostet. «Ich habe nur das Nötigste geteilt», schrieb er. «Ich brauchte Zeit, den Verlust zu verarbeiten», sagte Huber nun. Tatsächlich hat er in den vergangenen Monaten viel erlebt: Er war in Patagonien und in der Eiger Nordwand am Fels, er hat in seiner Heimat, den Berchtesgadener Bergen, viel trainiert, hielt Vorträge und erhielt Auszeichnungen, zuletzt Anfang Juli von Ministerpräsident Markus Söder. Thomas und sein Bruder Alexander Huber bekamen vor rund einem Monat den Bayerischen Sportpreis überreicht. Sie haben sich bei gemeinsamen Touren als «Huberbuam» einen Namen als Extremkletterer gemacht.

Thomas Huber wohnt mit seiner Familie an einer Straße Richtung Roßfeld, wo sich erst kürzlich ein schwerer Unfall mit mehreren Verletzten zutrug. Huber hat sich in der Vergangenheit dafür eingesetzt, das Tempolimit auf dem Weg zum Roßfeld zu reduzieren – bislang ohne Erfolg. Auf Torre wird er nun ein besonderes Auge werfen. «Pass gut auf ihn auf», schreibt ein Instagram-Nutzer.

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