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Kenia will multinationale Truppe in Krisenstaat Haiti anführen

Immer wieder kommt es zu tragischen Todesfällen am Achttausender K2 in Pakistan. Der Tod eines jungen pakistanischen Trägers löst nun einen Aufschrei in der Branche aus.

Das ostafrikanische Kenia will nach eigenen Angaben eine multinationale Truppe in Haiti anführen, um die Sicherheitslage in dem Krisenstaat zu verbessern. Kenia plane, ein Kontingent von 1000 Polizisten nach Haiti zu entsenden, teilte das kenianische Außenministerium am Samstagabend mit. Der Schwerpunkt der Mission werde in der Ausbildung und Unterstützung der haitianischen Polizei liegen, um «Normalität im Land wiederherzustellen und strategische Einrichtungen zu schützen», hieß es.

Das zwischen Nord- und Südamerika auf der Insel Hispaniola liegende Haiti leidet seit Jahren unter Korruption, Gewalt und Naturkatastrophen. Haiti ist das ärmste Land auf dem amerikanischen Kontinent. Seit dem verheerenden Erdbeben 2010 mit mehr als 220 000 Toten hängt Haiti am Tropf der Entwicklungshilfe. Zudem kämpfen Banden brutal um die Kontrolle der Hauptstadt Port-au-Prince, die immer mehr im Chaos versinkt. Fast die Hälfte der elf Millionen Haitianer leidet laut UN unter akutem Hunger.

Kenia werde den Einsatz beginnen, sobald ein Mandat der Vereinten Nationen vorliege. «Eine Beurteilungsmission durch ein Einsatzteam der kenianischen Polizei ist in den nächsten Wochen geplant. Diese wird das Mandat und die operativen Anforderungen der Mission informieren», so das Außenministerium. Zuvor hatten die UN und die Regierung Haitis für eine internationale Intervention zur Unterstützung der Polizei plädiert.

US-Außenminister Antony Blinken hatte sich am Samstag in einem Telefonat mit Kenias Präsident William Ruto für Kenias geplante «Beiträge zum regionalen Frieden und zur Stabilität» bedankt. Blinken habe Kenias Bereitschaft, eine multinationale Truppe in Haiti zu leiten, als «positiv» bezeichnet, teilte das US-Außenministerium mit.

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