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KBA untersucht Ford

Der Autobauer Ford muss das Dieselmodell Mondeo 2.0 TCDi wegen des Verdachts einer illegalen Abgastechnik laut einem Bericht vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) untersuchen lassen. Eine entsprechende Anweisung sei vom übergeordneten Verkehrsministerium an die Behörde ergangen, meldete die «Wirtschaftswoche» am Donnerstag vorab. Dies habe das Ministerium dem Blatt bestätigt. Es gebe Daten, die Rückschlüsse auf illegale Abschalteinrichtungen erlaubten.

Köln/Berlin (dpa) – Ford-Deutschland-Chef Gunnar Herrmann widersprach dieser Darstellung. «Bei der Abgasnachbehandlung unserer Dieselmodelle wurden keine illegalen Abschaltvorrichtungen verwendet», sagte er dem Magazin. Man habe «weder geschummelt noch getrickst». Ford arbeite zudem seit längerem mit dem KBA eng zusammen, ergänzte ein Sprecher auf Nachfrage. Alle Fahrzeuge und Motoren – einschließlich der modernen Dieselantriebe – erfüllten die vorgeschriebenen Abgasrichtlinien.

Alan Mulally, Vorstandsvorsitzender der Ford Motor Company, lächelt am 14.01.2013 bei der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit (Michigan), USA. Seit acht Jahren führt der ehemalige Boeing-Manager Alan Mulally den US-Autobauer Ford. Er hat das Unternehmen vor dem Insolvenzschicksal von General Motors und Ford bewahrt – mit ungewöhnlichen Methoden. Zum 1. Juli hört er nun auf.

Im vergangenen Jahr wurden bereits Exemplare des Focus und C-Max überprüft, dabei jedoch keine Unregelmäßigkeiten entdeckt. Abgastests der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die die «Wirtschaftswoche» zitierte, lassen die überprüfen Ford-Modelle allerdings schlecht aussehen. So soll ein Mondeo im Straßentest den für den Prüfstand gültigen Stickoxid-Grenzwert um mehr als das Neunfache überstiegen haben. Der tatsächliche Ausstoß auf der Straße wird ab September maßgeblich.

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