Italien

Italien steht in Flammen

In Italien ist in vier Wochen fast so viel Waldfläche verbrannt wie im gesamten letzten Jahr. Seit Mitte Juni seien mehr als 26 000 Hektar verbrannt, teilte der Umweltschutzverband Legambiente am Donnerstag mit. Das seien mehr als 93 Prozent der verbrannten Fläche des gesamten Vorjahres. Besonders betroffen ist Sizilien, wo am Vortag Hunderte Touristen vor der Flammen aus einem Feriendorf in Sicherheit gebracht werden mussten. Zwei ältere Menschen kamen in der südlichen Region Kalabrien nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa bei Löschversuchen ums Leben.

Rom (dpa) -Auch an den Hängen des Vesuvs brannte es weiter. Im Nationalpark um den Vulkan war am Donnerstag auch das Militär im Einsatz, um die Lage in den Griff zu bekommen. Anwohner und Umweltschützer sprachen von Brandstiftung von illegalen Müllkippen, die dort brannten. Insgesamt kämpfte die Feuerwehr gegen fast 500 Wald- und Buschbrände im ganzen Land.

Ein Hubschrauber versucht am 13.07.2017 in der Nähe des Vesuv bei Neapel (Italien) einen Waldbrand zu löschen. In Italien ist in vier Wochen fast so viel Waldfläche verbrannt wie im gesamten letzten Jahr. Zwei ältere Menschen kamen in der südlichen Region Kalabrien nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa bei Löschversuchen ums Leben.

Frankreich schickte im Rahmen eines EU-Hilfsprogramms drei Löschflugzeuge nach Italien. Die Risiko für Brände sei vor allem im Süden des Landes und in Sardinien weiter hoch, hieß es in der Mitteilung der EU-Kommission. Es sei das erste Mal seit 2009, dass Italien Lösch-Hilfe über die EU angefordert habe. Die Umweltschützer von Legambiente kritisierten auch, dass die Regierung und Regionen zu wenig täten, um Brände vorzubeugen.

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