EuropaTipps

Inselhafen in Tropfenform – Bauarbeiten vor Prerow kommen voran

Freizeitskipper, Fischer und Seenotretter bekommen vor dem Ostseebad Prerow einen neuen Inselhafen. Seit fünf Monaten wird gebaut. Nach Abschluss erwartet Urlauber die längste Seebrücke an der Ostsee.

Nach der Weihnachts- und Neujahrspause sollen diese Woche die Arbeiten am neuen Inselhafen vor Prerow im Norden des Darß (Landkreis Vorpommern-Rügen) wieder anlaufen. Es sei weiterhin geplant, das Vorhaben Ende 2023 abzuschließen und den Inselhafen zur Saison 2024 in Betrieb zu nehmen, teilte das Schweriner Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt mit. Es müsse aber bedacht werden, dass Wasserbauarbeiten an solch exponierten Küstenabschnitten sehr von Wind und Seegang beeinflusst seien und letztendlich verzögert werden könnten.

Im ersten Quartal stehen eine ganze Reihe von Baumaßnahmen an. So soll der Hauptwellenbrecher aufgebaut und Pfahlgründungen für das spätere zweigeschossige Betriebs- und Hafengebäude fertig gestellt werden. Zudem wird damit begonnen, die tragenden Pfähle der neuen Seebrücke und des Fahrgastschiffanlegers in den Boden zu rammen. Die 720 Meter lange Brücke wird die längste im Ostseeraum.

Im Grundriss weist der Inselhafen eine Tropfenform auf. Er soll künftig den Nothafen Darßer Ort ersetzen. Um den Betrieb des bestehenden Nothafens in der Saison 2023 gewährleisten zu können, plant das Land Mecklenburg-Vorpommern wieder eine Baggerung in der Zufahrt zum Nothafen Darßer Ort.

Bauherr für den neuen Hafen ist das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt in Rostock. Die mit 42 Millionen Euro veranschlagten Kosten trägt das Land. Das Geld stammt laut Umweltministerium aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Die frühere etwa 390 Meter lange Seebrücke Prerow wurde für das Vorhaben bereits weitgehend zurückgebaut. Seit Ende Oktober wurden insbesondere die Stahlbetonelemente entfernt und die Gründungspfähle in tieferem Wasser herausgezogen. Im Bereich von Flachwasser und Strand stehen die Pfähle noch.

Der neue Hafen sieht unter anderem einen Liegeplatz für einen 28 Meter langen Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) vor, acht Liegeplätze für örtliche Fischer und 33 Liegeplätze für schutzsuchende Sportboote. Das spätere Hafengebäude soll auch eine Dachterrasse bekommen, von der sich ein Panorama in die Prerowbucht und Inselhafen bietet.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"