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«Imperatriz Leopoldinense» gewinnt Wettbewerb beim Karneval in Rio

Die «Imperatriz Leopoldinense» ist als Siegerin aus dem Wettbewerb der Sambaschulen beim Karneval in Rio de Janeiro 2023 hervorgegangen. Die Schule aus dem Stadtteil Ramos in der Nordzone der brasilianischen Metropole gewann am Mittwoch in knapper Entscheidung der Jury vor der «Viradouro» aus Rios Zwillingsstadt Niterói. Es ist der insgesamt neunte Titel der «Imperatriz», die nach Brasiliens österreichischer Kaiserin Leopoldina benannt ist, und ihr erster seit mehr als 20 Jahren. Die strengen Richter vergeben Noten in Bereichen von den Kostümen über die Percussion bis zur Harmonie, wobei Zehntel entscheiden.

Die «Imperatriz Leopoldinense» erzählte bei ihrem Umzug im Sambodrom in der Nacht auf Dienstag auf ungewöhnliche Weise die Geschichte von Banditenkönig Lampião aus dem Nordosten Brasiliens. Der Choreograph und Regisseur Leandro Vieira, der die «Imperatriz» in die erste Liga geführt sowie 2016 und 2019 mit der «Mangueira» gewonnen hatte, ließ sich dabei von kleinformatigen Heften der Volksliteratur inspirieren. Auch die «Viradouro» wählte ein historisches Thema, Rosa Maria Egipcíaca. Sie war als Sklavin aus Afrika gekommen und schrieb in Brasilien ein Buch.

Die zwölf Top-Schulen waren am Sonntag und Montag mit überbordenden Kostümen, spektakulären Wagen und innovativen Spezialeffekten jeweils bis in den frühen Morgen durch das Samba-Stadion gezogen. Zehntausende auf den Tribünen und in Logen sowie Millionen vor dem Fernseher in Brasilien und weltweit verfolgen für gewöhnlich die Umzüge auf dem überdimensionalen Laufsteg.

Der Karneval von Rio gilt als «größte Party der Welt». Nach zwei Jahren, in denen die Corona-Pandemie das Fest verhindert oder eingeschränkt hatte, kehrten diesmal die Umzüge im Sambodrom und der Straßenkarneval in all ihren Facetten zurück.

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