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Harz will in digitale Erfassung von Besucherströmen investieren

Die abwertenden Aussagen eines katarischen WM-Botschafters über Homosexuelle werden in Deutschland einheitlich abgelehnt. Doch wie mit dem schwierigen Gastgeber umgehen?

Touristiker im Harz wollen in digitale Möglichkeiten zur Lenkung und Erfassung von Besucherströmen investieren. Dank einer Förderung des Landes Sachsen-Anhalt aus dem Corona-Sondervermögen könne dafür nun ein Grundkonzept erstellt werden, teilte der Harzer Tourismusverband im Rahmen des Harzer Tourismustages am Mittwoch mit. Darüber hinaus blicken die Unternehmer in der Region sorgenvoll auf den Herbst und Winter, die von Inflation, eventuellen Energieengpässen sowie weiterhin der Corona-Pandemie geprägt werden.

«Es ist wichtig, die Region mit innovativen Strategien zukunftsfest zu machen», sagte Sachsen-Anhalts Tourismusminister Sven Schulze (CDU). Die Stabilität des Tourismus im Harz hänge zunehmend von der Akzeptanz und dem Bewusstsein der einheimischen Bevölkerung ab, teilte der Harzer Tourismusverband mit. Es müsse daher abgewägt werden, zwischen der Förderung gewinnbringender Tourismusströme und negativen Auswirkungen durch Übernutzung.

Digitale Möglichkeiten zur Besucherlenkung und -erfassung würden dazu immer wichtiger. Aktuell analysiere der Tourismusverband mit dem Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa in Kiel den Harz, um herauszufinden, wo künftig Besucherströme erfasst werden könnten. Anhand der so gewonnen Daten könnten künftig Menschengruppen besser gelenkt und entzerrt, aber auch Verkehrsanbindungen und Investitionen geplant werden. Die Touristiker hoffen so für mehr Zufriedenheit bei Gästen und einheimischer Bevölkerung zu sorgen. Erste Handlungsstrategien aus dem Grundkonzept zur Lenkung und Erfassung von Besuchern sollen im kommenden Jahr testweise erprobt werden.

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