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Hagenbeck-Beschäftigte beginnen Streik mit Kundgebung

Deutschlands einziger Großzoo in privater Hand ist ein Wahrzeichen Hamburgs - und bei Touristen und Einheimischen ein Besuchermagnet. Schlagzeilen macht Hagenbeck derzeit aber nicht mit seinen Tieren.

Im Hamburger Tierpark Hagenbeck sind Beschäftigte am Montag zum ersten Mal in einen regulären Streik getreten. Zum Auftakt trafen sich am Vormittag rund 35 Hagenbeck-Mitarbeiter zu einer Kundgebung, wie ein dpa-Fotograf berichtete. Die Veranstaltung sollte bis etwa 14.00 Uhr dauern soll.

Erster voller Streiktag soll nach Angaben der Gewerkschaft IG BAU der Dienstag sein. Hagenbeck will trotz des Ausstands den Zoo für Besucher öffnen. Tierpark und Tropen-Aquarium seien geöffnet, «und unsere Tiere sind weiterhin zu sehen», heißt es auf der Webseite des Tierparks.

Die IG BAU will die Geschäftsleitung des Tierparks mit dem Arbeitskampf an den Verhandlungstisch zwingen, um über den Abschluss eines Haustarifvertrages zu verhandeln. Tierpark-Chef Dirk Albrecht lehnt dies bislang ab. «Die IG BAU wartet seit der Übergabe der Tarifforderung am 28.04.2022 darauf, dass Termine zu Verhandlungen angenommen werden», heißt es im Streikaufruf der Gewerkschaft. Albrecht hatte zuletzt bekräftigt, dass er «ausschließlich mit dem zuständigen Betriebsrat über eine neue Betriebsvereinbarung für alle Mitarbeiter verhandeln» möchte.

In dem schon seit langem schwelenden Streit mit der IG BAU hatten sich nach Gewerkschaftsangaben 87 Prozent der rund 80 Gewerkschaftsmitglieder in der Belegschaft für einen Arbeitskampf ausgesprochen. Vor rund einem Jahr hatte es bei Hagenbeck bereits einen Warnstreik gegeben.

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