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Grüner für mehr Küstenabstand für Frachter mit gefährlicher Ladung

LNG, Landstrom, Katalysatoren, Filter: Ansätze in der Kreuzfahrt, um etwas klimafreundlicher unterwegs zu sein, gibt es schon jetzt eine Menge. Ein Neubauprojekt von Ponant geht noch viel weiter.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Julian Pahlke pocht auf veränderte Routen für Frachter mit gefährlicher Ladung. «Frachter mit gefährlichen Gütern müssen endlich einen größeren Abstand zur Küste und die nördlicher gelegene Route nehmen», sagte Pahlke am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Diese Anpassungen müssen auch für den Bundesverkehrsminister eine hohe Priorität haben.»

Vor rund einer Woche war auf dem Autofrachter «Freemantle Highway» vor der niederländischen Küste ein Feuer ausgebrochen. Inzwischen liegt das Schiff auf einem vorübergehenden Ankerplatz etwa 16 Kilometer im Norden der Wattenmeerinseln Ameland und Schiermonnikoog. Der rund 200 Meter lange Autofrachter hat auf elf Decks etwa 3800 Autos geladen, darunter 500 E-Autos. «Ein solcher Brand und all seine Gefahren hätte durch bessere Schutzmaßnahmen verhindert werden können», sagte Pahlke.

E-Autos würden grundsätzlich nicht häufiger als Verbrenner brennen, betonte er. «Aber im Brandfall – und dann noch auf einem Autotransporter – sind sie schwer zu löschen, zu dicht geladen und es gibt keine angepassten Löscheinrichtungen.» Die Sicherheitsvorschriften müssten zügig angepasst werden.

Befürchtet werden Öllecks und dadurch Schäden für das Wattenmeer. «Ein einziges Unglück kann das empfindliche Weltkulturerbe Wattenmeer großflächig und auf Jahrzehnte schädigen, den Tourismus lahmlegen und die Nordsee für uns alle, die sie gerne zur Erholung und Sport nutzen, unbrauchbar machen», so Pahlke. Das sei gerade «ein sehr reales Horrorszenario».

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