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Goldschmidt: Kraftakt zur Rettung der Ostsee nötig

Es blitzt und schüttet, und dann kommt auch noch Sturm auf. Wer dann auf dem Zeltplatz haust, sollte wissen, wie man sich schützt.

Umweltminister Tobias Goldschmidt hat die Pläne von Bundesumweltministerin Steffi Lemke (beide Grüne) für Millioneninvestitionen in den Meeresschutz begrüßt. «Müll, Lärm, Artensterben, Zusammenbruch der Fischbestände, Nährstoffeinträge, Munitionsaltlasten, Erwärmung. Unsere Ostsee ist ein weltweit einzigartiges Ökosystem mit unfassbar großen Umweltproblemen», sagte Schleswig-Holsteins Ressortchef am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Erforderlich sei ein gemeinsamer Kraftakt aller.

«Gut, dass die Bundesumweltministerin dies genauso sieht und Bereitschaft zu einer Förderung eines möglichen Nationalparks in der Ostsee signalisiert», sagte Goldschmidt. «Wenn jeder etwas auf den Tisch legt, kann es gelingen, dass wir die Ostsee künftigen Generationen im besseren Zustand übergeben als sie heute ist.» Der Meeresnaturschutz werde auch infolge des Ausbaus der Offshore Windkraft und anderer industrieller Nutzungen der Meere immer wichtiger.

Zuvor hatte Lemke für kommendes Jahr Investitionen von 630 Millionen Euro in den Meeresschutz angekündigt. Das sei ein Riesenschritt nach vorne, sagte sie BR24. Die Mittel sollen zum Beispiel für den Schutz von Zugvögeln und die bedrohte Art der Schweinswale eingesetzt werden.

In Schleswig-Holstein läuft ein Konsultationsverfahren über einen möglichen Nationalpark Ostsee. Der Landtag will sich nach Abschluss des Prozesses mit allen betroffenen Gruppen mit dem Thema Nationalpark Ostsee befassen. In den vergangenen Wochen hatten Kommunen und Verbände Kritik geäußert. Sie befürchten vor allem Einschränkungen bei der touristischen und wirtschaftlichen Nutzung des Meeres und der Strände.

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