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Glätte und Schnee: Viele Unfälle und Skibetrieb

Skifahrer und Rodler sind am Wochenende in Rheinland-Pfalz und im Saarland auf ihre Kosten gekommen. Für die Autofahrer brachte das Winterwetter allerdings rutschige Straßen, immer wieder krachte es. Auch zum Wochenstart kann es auf den Straßen weiter glatt werden.

Schnee, Glätte und eisige Temperaturen: In Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist die Rückkehr des Winters am Wochenende deutlich zu spüren gewesen. Die Polizei verzeichnete viele Unfälle, teils gab es auch Schwerverletzte. In den meisten Fällen blieb es aber bei Sachschäden. Quer stehende Lastwagen und liegengebliebene Autos blockierten teilweise auch die Straßen.

Auch zu Beginn der neuen Woche sollten Autofahrer behutsam fahren: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt bis zum Montagvormittag vor Glätte, vor allem im Bergland. Im Verlauf des Tages bleibt es bei Höchstwerten zwischen zwei und fünf Grad meist trocken. Auch in der Nacht zum Dienstag könnte es noch einmal glatt werden.

Vor allem am Freitag und in der Nacht zum Samstag kam es häufiger zu Verkehrsproblemen in Rheinland-Pfalz und im Saarland. In der Nacht zum Sonntag entspannte sich die Lage auf den Straßen, die Polizeipräsidien berichteten am Sonntag von keinen größeren Vorkommnissen.

Bei Neunkirchen (Saarland) wurden am Samstag bei zwei Frontalkollisionen drei Menschen schwer und ein Mann leicht verletzt. Die beiden Unfälle ereigneten sich innerhalb von eineinhalb Stunden auf derselben schneeglatten Landstraße. In Koblenz wurden bei zwei Unfällen vier Menschen leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Auch im Landkreis Bernkastel-Wittlich wurde eine Autofahrerin bei einem Zusammenstoß mit einem anderen Wagen leicht verletzt.

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz in Ludwigshafen zählte in der Nacht zum Samstag 34 Unfälle und zwei Leichtverletzte, am Samstag kam es dann zu 28 wetterbedingten Unfällen, bei denen aber niemand verletzt wurde.

Das Polizeipräsidium Mainz registrierte am Samstagmorgen 70 Unfälle, von denen die Mehrheit auf das Wetter zurückzuführen war. Von Freitagmittag bis 2.00 Uhr früh am Samstag zählte die Polizeidirektion Trier insgesamt 150 Unfälle. Auch dort war die Mehrzahl der Unfälle wetterbedingt, es gab hauptsächlich Blechschäden. Insgesamt zehn Menschen wurden leicht und zwei schwer verletzt. Ab der Nacht zum Sonntag kam es kaum noch zu Problemen auf den Straßen wegen Schnee oder Glätte.

Die Polizei in Kaiserslautern meldete zwischen Freitagabend und Samstagmorgen 66 Unfälle, bei denen ein Mensch schwer und fünf Menschen leicht verletzt wurden. Der Gesamtschaden aller Unfälle soll nach ersten Schätzungen etwa 360 000 Euro betragen. Am Samstag und in der Nacht auf Sonntag kam es nur noch zu fünf Unfällen. Eine Frau wurde leicht verletzt, als ein Fahrzeug auf die Seite kippte.

Die Polizei im Saarland zählte für das ganze Bundesland von Freitagnachmittag bis Samstagfrüh insgesamt 120 Unfälle. 110 Mal blieb es dabei bei Blechschäden, bei weiteren zehn Unfällen wurden Menschen leicht verletzt.

Während das Winterwetter auf den Straßen für Behinderungen sorgte, hatte es auch positive Seiten: Zum ersten Mal in diesem Winter öffneten am Sonntag wieder die Skipisten am Erbeskopf im Hunsrück. Es lagen etwa 20 Zentimeter Schnee. Vera Höfner, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Thalfang, berichtete von regem Andrang. Aufgrund der zunächst sehr milden Temperaturen in diesem Winter hatte der Skibetrieb auf dem höchsten Berg von Rheinland-Pfalz (816 Meter) auf sich warten lassen.

Winterwanderer zog es unter anderem zur Kalmit (Kreis Südliche Weinstraße), dort kam es am Sonntag nach Polizeiangaben zu chaotischen Zuständen auf der Gipfelstraße. Mehrere Autos waren festgefahren, falsch parkende Fahrzeuge behinderten den Verkehr.

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