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Gipfelsaison am Mount Everest eröffnet

Der höchste Berg der Welt zieht jährlich Hunderte Menschen an. Über Wochen bereiten sie sich auf den Vorstoß zum Gipfel vor. Nun gelang der erste Aufstieg - und auch ein Rekord wurde schon eingestellt.

Zum ersten Mal in der diesjährigen Saison haben Bergsteiger am Wochenende den Mount Everest erklommen. Am Samstag wagte eine Gruppe von neun Sherpas den Aufstieg von der nepalesischen Seite aus. Sie erreichten den Gipfel des höchsten Bergs der Erde um 13.52 Uhr, wie ein Sprecher des nepalesischen Tourismusministeriums in der Hauptstadt Kathmandu mitteilte. Die Gruppe habe Fixseile gespannt, die nachfolgenden Gruppen als Unterstützung beim Klettern dienten, hieß es. Damit ist die Gipfelsaison am höchsten Berg der Welt eröffnet.

Am Sonntagmorgen wurde bereits der erste Rekord eingestellt. Der 46-jährige Pasang Dawa Sherpa erreichte zum 26. Mal den Gipfel, wie ein Vertreter der nepalesischen Regierung im Everest-Basislager der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Damit liege der auch als Pa Dawa bekannte Bergführer nun gleichauf mit dem 52-jährigen Kami Rita Sherpa. Sherpas sind eine ethnische Gruppe aus dem Himalaya, deren Angehörige häufig als Bergführer und Träger für Bergsteiger aus dem Ausland arbeiten.

Der bisherige Rekordhalter Kami Rita Sherpa hatte den Mount Everest erstmals 1994 bezwungen und dies nach Angaben des Guinness Buchs der Rekorde seither fast jedes Jahr wiederholt. In der diesjährigen Saison führt er ein Team amerikanischer Bergsteiger auf den 8848 Meter hohen Gipfel und plant, damit seinen eigenen Rekord zu brechen, wie er der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Ob Pa Dawa in dieser Saison einen zweiten Versuch wagt, war nicht bekannt.

Die Frühlingssaison am Mount Everest, wenn es am ehesten gute Wetterbedingungen gibt, beginnt im April und endet im Juni. In diesem Jahr will eine Rekordzahl von Menschen den Aufstieg wagen. Insgesamt hätten 467 Menschen eine Genehmigung erhalten, hieß es aus dem nepalesischen Tourismusministerium. Das sei die höchste Zahl an Genehmigungen, die je in einer Saison ausgestellt wurde. Die meisten Bergsteiger kämen aus China und den USA, auch Deutsche seien darunter. In Nepal kostet eine Genehmigung umgerechnet rund 10 000 Euro, die gesamte Expedition zwischen 40 000 und 100 000 Euro. In den vergangenen Monaten starben bereits mehrere Menschen am Mount Everest – darunter ein Bergsteiger aus den USA und drei Sherpas.

Der Everest, der auf der Grenze zwischen Nepal und dem von China verwalteten Tibet steht, ist mit 8848 Metern der höchste Berg der Erde. Jedes Jahr versuchen Hunderte Menschen, den Gipfel zu erklimmen. Grundsätzlich ist dies sowohl von Nepal, als auch von China aus möglich. Seit 2019 hat China jedoch keine entsprechenden Genehmigungen mehr an ausländische Touristen vergeben.

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