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Geringeres Gänseangebot im Norden lässt die Preise steigen

Ein Gänsebraten ist für viele Menschen auch in Schleswig-Holstein eine willkommene Winterspeise. Doch ein geringes Angebot und hohe Kosten lassen in diesem Jahr die Preise steigen. Dabei kommen mehrere Gründe zusammen.

Wer zum Martinstag am 11. November oder zu Weihnachten einen Gänsebraten auf den Tisch bringen will, muss für heimische Ware in diesem Jahr deutlich tiefer in die Tasche greifen. Frische Gänse ab Hof und auf Wochenmärkten kosten zwischen 18 und 24 Euro pro Kilogramm, teilte die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein am Montag mit. Das seien etwa 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Höhere Preise gelten demnach auch für Enten, die zwischen 11 und knapp 22 Euro pro Kilogramm kosten. In Supermärkten gibt es billigere Angebote etwa für Importware.

Die tatsächliche Zahl des in Schleswig-Holstein gehaltenen Nutzgeflügels sei kaum zu bestimmen, doch sei mit einem deutlichen Rückgang im Vergleich zur Erhebung im Jahr 2020 zu rechnen. Gründe seien ein Mangel an Küken und Infektionen mit der Geflügelpest in den Herden. Hauptgrund für die Preissteigerungen seien teureres Futter und hohe Energiekosten.

Nach Angaben der Landwirtschaftskammer fällt in diesem Jahr auch das Angebot von Gänse- und Entengerichten in der Gastronomie schmaler aus. Einige Unternehmen hätten sie aus Kostengründen von ihren Speisekarten gestrichen. In vielen Restaurants sei die traditionelle Martinsgans nach Angaben der Landwirtschaftskammer aber weiterhin zu haben.

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