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G7-Treffen in Münster – Politprominenz und 13 Demonstrationen

In den kommenden zwei Tagen steht das beschauliche Münster im Fokus der Weltöffentlichkeit. Neben Politprominenz werden auch Tausende Aktivisten erwartet.

Weltpolitik, Demonstrationen, Scharfschützen auf den Dächern – am Donnerstag und Freitag herrscht in Münster angesichts des Treffens der Außenministerinnen und Außenminister der G7 Ausnahmezustand. Mit Annalena Baerbock (Grüne), ihrem US-Kollegen Antony Blinken und Vertretern der fünf weiteren Staaten wird Politprominenz in Westfalen erwartet. Außerdem wollen zahlreiche Aktivisten das Treffen für Proteste nutzen.

Laut Münsters Polizei sind für die kommenden Tage insgesamt 13 Demonstrationen angemeldet. Für Donnerstagnachmittag ist unter dem Motto «Kein Frieden durch G7» eine Demonstration mit rund 5000 Teilnehmern geplant. Zur gleichen Zeit wollen Fridays for Future und andere Klimaaktivisten bei einer «Klima-Großdemonstration» mit 1000 bis 2000 Teilnehmern durch die Innenstadt ziehen. Auf einer Kundgebung des Nationalen Widerstandsrats Iran soll für mehr Unterstützung der Bürgerproteste in dem Land demonstriert werden.

Bei Münsters Polizei laufen seit Wochen die Vorbereitungen. Zu den Sicherheitsmaßnahmen gehören unter anderem Scharfschützen auf den Dächern. Hinweise auf eine konkrete Gefährdung hat die Polizei eigenen Angaben zufolge aber nicht. In der Innenstadt wird ein Bereich um den Tagungsort abgeriegelt.

Getagt wird im historischen Rathaus – einem Ort mit Symbolkraft. Dort wurde vor mehr als 370 Jahren über den Westfälischen Frieden verhandelt, der als Meilenstein auf dem Weg zu einer europäischen Friedensordnung gilt. Dieses Erbe müsse man bewahren, hatte Baerbock den «Westfälischen Nachrichten» gesagt. Deswegen habe sie diesen symbolischen Ort in dieser schwierigen Zeit ganz bewusst als Tagungsort gewählt.

Deutschland hat bis Jahresende die G7-Präsidentschaft inne. Bei dem Treffen soll es neben dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine etwa um den Umgang mit China und dem Iran gehen. Auch Vertreter afrikanischer Staaten sind eingeladen.

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